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Steinbruch-Betreiber rodet sechs Hektar Wald in Thüngersheim | BR24

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Für die umstrittene Erweiterung ihres Steinbruchs bei Thüngersheim (Lkr. Würzburg) hat die Firma Benkert knapp sechs Hektar Wald gerodet. Das ist die derzeit maximal mögliche Fläche.

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Steinbruch-Betreiber rodet sechs Hektar Wald in Thüngersheim

Für die umstrittene Erweiterung ihres Steinbruchs bei Thüngersheim (Lkr. Würzburg) hat die Firma Benkert knapp sechs Hektar Wald gerodet. Das ist die derzeit maximal mögliche Fläche. Insgesamt beträgt die vorgesehene Rodungsfläche rund 30 Hektar.

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Bei der nun gerodeten Fläche handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Würzburg um ein Areal von 5,86 Hektar.

"Der Betreiber hat den ersten Abschnitt gerodet. Und was rechtlich möglich ist, ist auch gerodet worden." Alexandra Schnitzer, Leiterin Immissionsschutz im Landratsamt Würzburg

Rodung bei Thüngersheim: genehmigtes Kontingent ausgeschöpft

Damit hat die Firma Benkert die zur Zeit maximale Fläche abgeholzt. Der Steinbruch-Betreiber darf nur so viel Wald roden, wie er an anderer Stelle bereits wieder aufgeforstet oder bereits zur Aufforstung genehmigt bekommen hat. Die bereits aufgeforsteten Flächen liegen nach Informationen des Landratsamtes in Roßbrunn (2,08 Hektar) und Greußenheim (2,13 Hektar).

Runder Tisch soll "gemeinsame Lösungen" bringen

Genehmigt, aber noch nicht bepflanzt seien weitere Flächen in Roßbrunn (0,96 Hektar) sowie in Hettstadt (0,69 Hektar). Für die nächste Woche hat das Landratsamt einen runden Tisch angekündigt. Daran teilnehmen sollen Vertreter von Umweltschutzverbänden, aus Politik und Verwaltung. Wie es heißt, solle der Dialog mit den Kritikern dazu dienen, "gemeinsam Lösungen zu erarbeiten" - auch für künftige Projekte.

Proteste gegen Steinbruch-Erweiterung

Die Rodung des Waldgebiets bei Thüngersheim ist hoch umstritten. Das Aktionsbündnis"KeinHaMehr" (Kein Hektar mehr) fordert einen sofortigen Rodungsstopp und eine artenschutzrechtliche Prüfung des Vorhabens. Der Bund Naturschutz hat rund 1.300 Unterschriften gegen die Rodung gesammelt. Vor Ort hatte es mehrfach Proteste gegen die Rodung gegeben.