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Steigerwaldbahn: Schweinfurt stimmt für Prüfverfahren | BR24

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Nach dem Kitzinger Kreistag hat auch der Kreistag von Schweinfurt beschlossen, dass ein Prüfverfahren für die Reaktivierung der Steigerwaldbahn eingeleitet werden soll. Die Entscheidung fiel mit 55 zu 3 Stimmen.

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Steigerwaldbahn: Schweinfurt stimmt für Prüfverfahren

Nach dem Kitzinger Kreistag hat auch der Kreistag von Schweinfurt beschlossen, dass ein Prüfverfahren für die Reaktivierung der Steigerwaldbahn eingeleitet werden soll. Die Entscheidung fiel mit 55 zu 3 Stimmen.

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Der Kreistag von Schweinfurt hat bei seiner Sitzung mit 55 zu 3 Stimmen beschlossen, dass ein Prüfverfahren für die Reaktivierung der Steigerwaldbahn eingeleitet werden soll. Einen solchen Entschluss hatte der Kitzinger Kreistag schon am Montag gefasst. Der Landkreis Schweinfurt sichert mit dem Kreistagsbeschluss nun zu, im Falle der Reaktivierung ein mit dem Freistaat Bayern abgestimmtes Buskonzept im Bereich der Reaktivierungsstrecke umzusetzen. Weiterhin fordert der Landkreis Schweinfurt nun die Bayerische Eisenbahngesellschaft auf, eine für die Reakivierung erforderliche Potentialanalyse für die Gesamtstrecke Schweinfurt-Kitzingen sowie separat für den Nordabschnitt Schweinfurt-Gerolzhofen zu erstellen.

Instandsetzung würde zwischen 40 und 45 Millionen Euro kosten

Im März hatte der Schweinfurter Kreistag ein "langfristiges Interesse" bekundet. Das reichte der für das Eisenbahnwesen zuständigen Regierung von Mittelfranken nicht aus. So muss nun eine Fahrgastprognose mit mindestens 1.000 "Reisendenkilometer" pro Werktag erreicht werden. Die Strecke müsste ohne Zuschüsse instandgesetzt werden. Zusätzlich müssten ein Streckenbetreiber und ein Bahnbetreiber gefunden und ein Buskonzept der Landkreise Schweinfurt und Kitzingen ohne Konkurrenz zur Bahn entwickelt werden.

Im März legte ein Verkehrsexperte Zahlen vor, nach denen die Strecke Schweinfurt-Gerolzhofen von täglich 1.600 Fahrgästen genutzt würde. Eine Instandsetzung der Bahntrasse auf dieser Strecke würde zwischen 40 und 45 Millionen Euro kosten. Bis auf die Stadt Gerolzhofen haben alle Anrainergemeinden entlang der rund 50 Kilometer langen Strecke zwischen Schweinfurt und Kitzingen Entwidmungsanträge gestellt. Sie wollen keine Reaktivierung erreichen.

Befürworter und Gegner

Es haben sich auch einige Bürgerinitiativen gegen eine Reaktivierung gebildet. Eine Initiative von Befürwortern einer Reaktivierung der Steigerwaldbahn hatte den Prozess einer möglichen Reaktivierung angeschoben. Der CSU Bezirksverband plädiert für eine Pilotstrecke für autonomes Fahren auf der Strecke. Ein Schrotthändler hatte im Sommer die Strecke von der Bahn gekauft. Im Bereich Kitzingen wurde schon mit dem Abbau eines kleinen Teils der Schienen begonnen.