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"Steigerwaldbahn" in Reaktivierungslisten aufgenommen | BR24

© picture-alliance/dpa

Stillgelegte Bahnlinie (Symbolbild)

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    "Steigerwaldbahn" in Reaktivierungslisten aufgenommen

    Die "Steigerwaldbahn" ist in die Reaktivierungsliste des "Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen" (VDV) und der "Allianz pro Schiene" aufgenommen worden. Laut dem Gerolzhofener Stadtrat Vizl ist sie eine der prioritär zu reaktivierenden Strecken.

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    Wie Thomas Vizl, Grünen-Stadtrat in Gerolzhofen, mitteilt, wurde die "Steigerwaldbahn" in die Reaktivierungsliste des "Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen" und der "Allianz pro Schiene" aufgenommen. Vor allem Mittelzentren wie Gerolzhofen sollten wieder einen Bahnanschluss erhalten. Die Strecke Schweinfurt – Kitzingen-Etwashausen befinde sich "unter den prioritär zu reaktivierenden Strecken", schreibt Vizl. So sei die staatliche Bayerische Eisenbahngesellschaft vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mittlerweile mit der Erstellung der erforderlichen Potentialprognose beauftragt worden. Dies gehe aus einem Schreiben des Ministeriums an Vizl hervor.

    Hohe Anforderungen an Reaktivierung geknüpft

    Die Strecke Schweinfurt-Kitzingen passe als Nord-Süd-Achse ins zukünftige Mobilitätskonzept des Landkreises Schweinfurt, schreibt Vizl weiter. Die Strecke müsste ohne Zuschüsse instandgesetzt werden. Zusätzlich müssten ein Streckenbetreiber und ein Bahnbetreiber gefunden und ein Buskonzept der Landkreise Schweinfurt und Kitzingen ohne Konkurrenz zur Bahn entwickelt werden.

    Im März 2019 hatte ein Verkehrsexperte Zahlen vorgelegt, nach denen die Strecke Schweinfurt-Gerolzhofen von täglich 1.600 Fahrgästen genutzt würde. Eine Instandsetzung der Bahntrasse auf dieser Strecke würde zwischen 40 und 45 Millionen Euro kosten.

    Mehrzahl der Orte an der ehemaligen Bahnlinie wollen Zugverkehr nicht zurück

    Bis auf die Stadt Gerolzhofen haben alle anderen Anrainergemeinden entlang der rund 50 Kilometer langen Strecke zwischen Schweinfurt und Kitzingen-Etwashausen Entwidmungsanträge gestellt. Sie wollen keine Reaktivierung erreichen. Es haben sich auch einige Bürgerinitiativen gegen eine Reaktivierung gebildet.

    Befürworter einer Bahnverbindung auf schwierigem Posten

    Eine Initiative von Befürwortern einer Reaktivierung der Steigerwaldbahn hatte den Prozess angeschoben. Der CSU Bezirksverband plädiert für eine Pilotstrecke für autonomes Fahren auf der Strecke. Ein Schrotthändler hatte diese im Sommer von der Bahn gekauft. Im Bereich Kitzingen wurde schon mit dem Abbau von Schienen begonnen. Eine Verbindung zum Kitzinger Bahnhof fehlt mangels einer Mainquerung gänzlich.

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