Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Steigerwaldbahn – Grüne und SPD im Landtag fordern Verkaufsstopp | BR24

© Anke Gundelach/BR-Mainfranken

Im Landtag haben Grüne und SPD per Dringlichkeitsantrag gefordert, dass die Trasse der sogenannten Steigerwaldbahn zwischen Schweinfurt und Kitzingen von der Deutschen Bahn nicht verkauft werden darf. Sie fordern eine Reaktivierung der Strecke.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Steigerwaldbahn – Grüne und SPD im Landtag fordern Verkaufsstopp

Im Landtag haben Grüne und SPD per Dringlichkeitsantrag gefordert, dass die Trasse der sogenannten Steigerwaldbahn zwischen Schweinfurt und Kitzingen von der Deutschen Bahn nicht verkauft werden darf. Sie fordern eine Reaktivierung der Strecke.

Per Mail sharen

Das Verkaufsstopp für die Strecke zwischen Schweinfurt und Kitzingen soll solange gelten, bis eine Potentialanalyse zu einer möglichen Reaktivierung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft vorliegt. Aus Sicht der Landtagsgrünen ist die Strecke in einem größtenteils guten Zustand – von unvermeidbarem Bewuchs abgesehen.

Landtagsfraktionen von Grünen und SPD: Verkauf der Trasse steht bevor

Aus Sicht von Grünen und SPD wird der laufende Prozess durch eine Verkaufsofferte der DB Immobilien beeinträchtigt. Ein Mindestgebot von 780.000 Euro wurde laut den Grünen angesetzt. Die Bieterfrist sei Mitte März 2019 abgelaufen. Von den Grünen heißt es wörtlich: "Wie zu vernehmen ist, steht die Unterzeichnung des Kaufvertrags durch einen Verwerter unmittelbar bevor. Wird die Strecke tatsächlich freigestellt, wäre der Verkaufspreis deutlich zu niedrig angesetzt. Eine Freistellung mit anschließender Entfernung und Verwertung der Gleise würde die Steigerwaldbahn unwiderruflich zerstören. Dem muss die Staatsregierung entgegenwirken."

"Wir fordern Herrn Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart auf, die Bayerische Eisenbahngesellschaft – eine staatliche Behörde unter seiner Leitung im Bayerischen Verkehrsministerium – anzuweisen, eine Potenzial-Analyse über die Strecke Schweinfurt-Kitzingen, Steigerwaldbahn, zu machen. Diese Analyse soll den befürwortenden Landkreisen als Grundlage dienen, weitere Entscheidungen pro Reaktivierung zu treffen." Paul Knoblach (Bündnis 90/Die Grünen), Landtagsabgeordneter aus Garstadt

Auch der Schweinfurter Landrat Florian Töpper (SPD) bat den bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU), den Verkauf der Bahnlinie zu stoppen und als Aufsichtsratsvorsitzender und Aufsichtsführender über die Bayerische Eisenbahngesellschaft auf diese einzuwirken, einen Prüfauftrag in Bezug auf die Reaktivierung der unteren Steigerwaldbahn zu erteilen.

© BR Fernsehen

Seit Jahren steht die Steigerwaldbahn in Gochsheim (Lkr. Schweinfurt) still. Befürworter wollen die traditionsreiche Bahn reaktivieren, Gegner meinen, das wäre viel zu teuer. Beide Lager wollen endlich Klarheit über die Zukunft der Bahn.

Uneinigkeit bei Anrainer-Gemeinden

Die Stadt Gerolzhofen hatte sich Anfang Januar gegen eine Freistellung ausgesprochen, die Stadt Schweinfurt im Mai. Im März hatten sich die Kreistage der Landkreise Schweinfurt und Kitzingen für eine Beauftragung einer Studie zur Reaktivierung der Strecke durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft ausgesprochen. Andere Anliegergemeinden hatten dagegen bereits bei der Regierung von Mittelfranken einen Antrag auf Freistellung gestellt, weil sie keine Notwendigkeit für eine Reaktivierung sehen und die Trassengrundstücke besiedeln wollen.