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Steigende Zahlen und strengere Corona-Auflagen in der Oberpfalz | BR24

© Picture alliance/dpa

Mit Maskenpflicht in der Fußgängerzone muss man auch in der Oberpfalz zunehmend rechnen

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    Steigende Zahlen und strengere Corona-Auflagen in der Oberpfalz

    Wieder hohe Corona-Zahlen in der nördlichen Oberpfalz. Nach Weiden überschreiten nun laut aktueller LGL-Zahlen auch die Landkreise Tirschenreuth und Neustadt a.d. Waldnaab bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner den Grenzwert 50.

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    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus steigt auch in der Oberpfalz weiter: Laut dem Landesamt für Gesundheit (LGL) liegt der 7 Tage-Inzidenzwert im Landkreis Tirschenreuth bei 56,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Der Landkreis hat eine Allgemeinverfügung erlassen, sie gilt ab Samstag und richtet sich nach den neuen, strengeren Corona-Regeln in Bayern. Im Nachbarlandkreis Neustadt an der Waldnaab stieg der Inzidenzwert laut LGL auf rund 61 und liegt damit aktuell ebenfalls über dem Grenzwert 50.

    Weiden mit zweithöchstem 7-Tage Inzidenzwert in Bayern

    Die Stadt Weiden verzeichnet bayernweit derzeit einen der höchsten Werte mit rund 105 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im Nachbarlandkreis Neustadt an der Waldnaab stieg der Inzidenzwert laut RKI auf rund 61.

    Bayern verschärft Schutzmaßnahmen

    Seit Samstag gilt in Bayern allerdings schon ab dem Warnwert von 35 Neuinfektionen überall dort Maskenpflicht, wo Menschen enger zusammenkommen. Darunter auch Fußgängerzonen. Besucher von Sportveranstaltungen, Theater oder Kino müssen die Maske auflassen, ebenso Schüler ab der 5. Klasse. Nur noch zwei Hausstände oder maximal zehn Personen dürfen sich treffen.

    Maskenpflicht in der Regensburger Altstadt

    In der Stadt Regensburg sank der Inzidenzwert laut LGL (Stand Samstag) zwar wieder leicht, er liegt aber mit 36,6 weiter über dem Warnwert 35 und das seit vergangenem Montag. Deshalb gilt in der Stadt jetzt eine Maskenpflicht für die Fußgängerzonen, die zentralen Plätze und besonders belebte Gassen sowie die drei Donaubrücken im Altstadtbereich, die jeweils von 6 bis 24 Uhr gilt. Die neuen Vorgaben der Staatsregierung zum Warnwert sehen auch vor, die Gastronomie um 23 Uhr zu schließen und ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen zu verhängen.

    Der Grenzwert für noch striktere Schutzmaßnahmen ist bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht. Es gelten schärfere Auflagen, etwa eine Maskenpflicht auch für Grundschüler und weitergehende Kontaktbeschränkungen. Treffen sind dann auf fünf Personen beschränkt. Lokale müssen um 22 Uhr schließen.

    Von 9 Uhr bis 19 Uhr muss man auch in der Weidener Fußgängerzone bis auf Weiteres eine Maske tragen. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit geahndet. "Wir befinden uns in einer ernsten Lage", betonte Oberbürgermeister Jens Meyer. Er bat um Verständnis für die Maßnahmen. "Gemeinsam werden wir die Situation meistern, wenn wir uns an das Tragen von Masken, Hygiene und Abstand halten. Lasst uns zusammenhalten."

    Auch der Tirschenreuther Landrat Roland Grillmeier appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, die Kontakte einzuschränken und sich genau zu überlegen, welche Treffen aktuell wirklich notwendig sind. "Halten Sie bitte die AHAL-Regel (Abstand - Hygiene - Alltagsmaske - Lüften) ein", teilte er mit. "Nur wenn sich wirklich alle an die Vorgaben halten, wird es uns gelingen die Corona-Pandemie einzudämmen."

    Infiziertes Eishockeyteam treibt Weidener Zahlen hoch

    In Weiden hat vor allem ein Corona-Ausbruch beim Eishockey-Oberligisten Blue Devils die Zahl der Neuinfektionen steigen lassen. Fast die gesamte 1. Mannschaft und auch Spieler in den Nachwuchsmannschaften sind infiziert.

    Bei der Abfrage von Kontakten der Spieler stellte sich laut Verein heraus, dass sie im Fitnessstudio mehrmals die Woche ohne Maske zusammen trainiert hatten. Zudem hätten sich Spieler in der ersten Trainingswoche zum näheren Kennenlernen auch privat getroffen.

    💡 Was bedeutet die "Sieben-Tage-Inzidenz"?

    Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt. In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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