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Donau bei Metten (Landkreis Deggendorf) bei Niedrigwasser
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Autoren

Guido Fromm
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Donau bei Metten (Landkreis Deggendorf) bei Niedrigwasser

Dass die Pegel an der Donau deutlich steigen, hat für die ostbayerische Schifffahrtswirtschaft eine positive Folge: Frachtschiffe können jetzt wieder mit deutlich mehr Ladung als in den vergangenen Monaten fahren, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Regensburg dem Bayerischen Rundfunk bestätigte.

Pegelstand in Pfelling als Maßgabe

Der Pegelnullstand bei Pfelling im Landkreis Straubing-Bogen, der für den Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf maßgeblich ist, meldete am Dienstagnachmittag einen Pegelnullstand von 3,72 Metern. Das entspricht einer realen Wassertiefe von etwa 2,82 Metern. 2,80 Meter bis 2,90 Meter gelten laut WSA als grober Mindestwert für Schiffe, die mit voller Ladung fahren.

Unterhalb von Deggendorf, wo die Donau in Richtung Passau mehr Gefälle hat und schneller fließt, ist derweil noch Vorsicht geboten: Dort sollten Schiffe nicht mehr als zwei Meter Tiefgang haben.

Unternehmen entscheiden, wie viel geladen wird

Die Entscheidung, mit wie viel Fracht die Schiffe letztlich unterwegs sind, liege aber bei den Unternehmen, so Jürgen Schillinger vom WSA Regensburg. Zugleich wurde seitens des WSA betont, dass Niedrigwasserstände an der Donau auch in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen seien. Meist sei es aber nur um maximal drei Wochen gegangen. Ein fünf Monate lang permanent unterschrittener Niedrigwasserstand wie in diesem Jahr sei aber historisch einmalig.

Anhaltende Engpässe bei Diesel und Benzin

Die steigenden Flusspegel, insbesondere am Rhein, über den der mit Abstand größte Teil des deutschen Fluss-Güterverkehrs läuft, hat zunächst einmal vermutlich keine größeren Einbrüche bei den Benzinpreisen an den bayerischen Tankstellen zur Folge. Wie ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbands dem BR sagte, gehen die Preise zwar seit Mitte November zurück und die steigenden Flusspegel insbesondere am Rhein würden sich "positiv auswirken", aber man könne "weiterhin keine Entwarnung" geben. Man sei noch ein gutes Stück von der Normalsituation bei der Versorgung entfernt. Die Engpässe bei Benzin und Diesel hielten an. Die Preise an den Tankstellen seien Ausdruck der Knappheit.

ADAC: Preise deutlich überhöht

Der ADAC wiederholte derweil seine Kritik an den Kraftstoffpreisen. Zwar bestätigte ein Sprecher dem BR einen Rückgang im Wochenvergleich, die Preise seien aber "noch immer deutlich überhöht".

Aktuellen Zahlen zufolge lag der Preis für Diesel zum Beispiel in Regensburg am Montag rund zehn Cent über den deutschlandweiten Durchschnitt, für Benzin wurden sechs Cent mehr als im Durchschnitt verlangt.

Grafik Steigende Spritpreise

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