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Steigende Corona-Zahlen: Grüne attackieren Söder | BR24

© pa/dpa/Sven Hoppe

Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

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Steigende Corona-Zahlen: Grüne attackieren Söder

Die Grünen machen CSU-Ministerpräsident Söder mitverantwortlich für die steigenden Corona-Zahlen in Bayern. Er habe der Bevölkerung ein "falsches Sicherheitsgefühl" vermittelt. Die FDP sagt, Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen seien Populismus.

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Die Grünen sehen den bayerischen Ministerpräsident Markus Söder mit in der Verantwortung für die steigenden Corona-Zahlen im Freistaat. Der Fraktionschef der Grünen, Ludwig Hartmann sagte auf BR-Anfrage, nicht zuletzt Söders "Versprechen vom corona-sicheren Bayern und dem angeblich gefährlichen Nicht-Bayern" habe den Menschen ein falsches und gefährliches Sicherheitsgefühl gegeben.

Es zeige sich nun aber, dass sich das Infektionsgeschehen nicht mehr "mit launigen Sprüchen und ein paar abfälligen Bemerkungen über die Versäumnisse anderer" einhegen lasse. Hartmann forderte eine Politik der Ernsthaftigkeit, die gezielt dort ansetze, wo Infektionsherde aufflammen und gleichzeitig das öffentliche Leben aufrecht erhalte.

FDP: Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen "nichts als Populismus"

Die FDP vermisst bei einigen der am Montag von Söder angedachten schärferen Schutzmaßnahmen logisch nachvollziehbare Begründungen. Pauschale Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen etwa seien nicht mehr als Populismus, da das Infektionsrisiko gerade im Freien deutlich geringer sei, schreibt Generalsekretär Lukas Köhler auf BR-Anfrage.

Die AfD-Fraktion sieht vor allem eine Ausweitung der Maskenpflicht kritisch. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen stelle selbst für gesunde Menschen eine erhebliche Belastung dar, schreibt der gesundheitspolitische Sprecher, Andreas Winhart. Die AfD will im Landtag eine Studie beantragen, die die psychosozialen Auswirkungen der Maskenpflicht untersucht.

Bayern-SPD hält Verschärfungen für "wohl leider nötig"

Die Bayern-SPD hält Verschärfungen für, so wörtlich, "wohl leider nötig". Ein erneuter Lockdown müsse vermieden werden, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Ruth Waldmann. Ziel müsse es aber sein, Schulen und Kitas offen zu halten und auch die Alten- und Pflegeeinrichtungen nicht wieder abzuriegeln.

Söder hatte sich heute besorgt über die unter anderem in München gestiegenen Corona-Zahlen geäußert. Er plädierte für eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und für strengere Alkoholverbote. Zudem warnte er vor einem, so wörtlich, "Fußball-Ischgl", und drohte Fans des FC Bayern mit strengen Quarantäne-Regeln, falls diese zum Supercup-Finale ins als Risikogebiet klassifizierte Budapest reisen sollten.

© BR

Heute tagte der Münchner Coronakrisenstab, weil die Sieben-Tage-Inzidenz den kritischen Wert von 50 seit Freitag deutlich übersteigt. Informationen zu den Konsequenzen live von Katharina Heudorfer.

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