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Steigende Corona-Fallzahlen: Wie Augsburg reagieren will | BR24

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Die Zahl der bekannten Corona-Fälle in Augsburg steigt - und die Stadt will jetzt gegensteuern. Das hat Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) am Donnerstag deutlich gemacht.

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Steigende Corona-Fallzahlen: Wie Augsburg reagieren will

Seit Wochen stecken sich mehr und mehr Menschen aus Augsburg mit Corona an. Vor allem Reise-Rückkehrer sind betroffen. Jetzt hat die Stadtspitze deutlich gemacht, wie sie gegensteuern will. Das Ziel: einen zweiten Lockdown vermeiden.

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Die Lage ist beherrschbar - aber nur, wenn die Corona-Regeln eingehalten werden. So lässt sich die Pressekonferenz von Oberbürgermeisterin Eva Weber zur aktuellen Situation in Augsburg zusammenfassen. Entscheidend ist es nach den Worten der CSU-Politikerin, dass die Kontakte von Infizierten ermittelt werden können. Damit das Gesundheitsamt dazu auch künftig in der Lage ist, darf die Zahl der Neuinfektionen ein gewisses Maß nicht überschreiten.

Kommt wegen Corona ein Alkoholverbot auf Augsburger Plätzen?

Noch ist es nicht soweit, aber falls ein kritischer Wert erreicht wird, sind Weber zufolge beispielsweise strengere Besuchs-Regeln in Seniorenheimen oder ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen denkbar. Außerdem könnten Veranstaltungen wie der Christkindlesmarkt abgesagt werden - je nach Lage auch kurzfristig.

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Wichtig ist der Oberbürgermeisterin, dass die Augsburger Schulen nach den Sommerferien wieder in den Regelbetrieb gehen. Dazu werde es täglich eine neue Lage-Einschätzung geben. Falls besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen, sollen Eltern und Schüler rechtzeitig auf der Internetseite der Stadt informiert werden. Auch Ladenschließungen seien eine Option. Dies müsse aber mit den Nachbarlandkreisen koordiniert werden, damit nicht im Umland Hotspots entstehen, so Weber. Welche konkreten Maßnahmen getroffen werden, müsse noch geprüft werden.

Stadt will Einhaltung der Maskenpflicht strenger kontrollieren

Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, will die Stadtspitze auf jeden Fall strenger kontrollieren, ob Maskenpflicht und Hygienekonzepte eingehalten werden. Weber zufolge sollen verstärkt Bußgelder verhängt werden, damit nicht am Ende Kitas und Schulen schließen müssten, weil sich Einzelne "rücksichtslos verhalten".

Aktuell meldet das Augsburger Gesundheitsamt 17 neue Corona-Fälle. Zwölf Neuinfektionen wurden bei Reise-Rückkehrern festgestellt, die sich etwa in Kroatien und dem Kosovo aufgehalten hatten. In den vergangenen sieben Tagen wurden 98 Neuinfektionen im Stadtgebiet registriert. Das entspricht etwa 32,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in diesem Zeitraum. Wenn dieser Wert bei 35 liegt, müssen Kommunen in Bayern Gegenmaßnahmen vorlegen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

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