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Stau und Lärm: Anwohner in Reichenberg beklagen Ausweichverkehr | BR24

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Wenn es sich auf der A3 staut, fahren umso mehr Autos durch Reichenberg. Nun sorgt auch ein verschobenes Ortsschild für Unmut.

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Stau und Lärm: Anwohner in Reichenberg beklagen Ausweichverkehr

Die Anwohner in Reichenberg sind es leid: Die Situation in dem Ort nahe Kist ist wegen des Ausweichverkehrs der A3 angespannt. Viele Fahrer suchen den Umweg durch die umliegenden Gemeinden. Jetzt droht der Lärm noch größer zu werden.

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Reichenberg kämpft mit dem vielen Verkehr. Bei Stau auf der A3 rollen – ähnlich wie in Tirol – viele Fahrzeuge durch den Ort im Landkreis Würzburg. Jetzt drohen der Lärm und die Gefahr beim Überqueren der Hauptstraße in Reichenberg noch größer zu werden. Denn letzte Woche wurde das Ortsschild auf der Verbindungsstraße nach Kist um 50 Meter in Richtung Reichenberg versetzt. Anwohner Konrad Lochner ärgert sich über das verschobene Ortsschild. Die aus dem Guttenberger Forst kommenden Fahrzeuge würden jetzt noch später bremsen. Außerdem würde der Verkehr aus der Ortsmitte bereits neben den Häusern beschleunigen.

Ortsschild war nicht korrekt platziert

Wie Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich auf Anfrage mitteilt, kam es zu dem verschobenen Ortsschild, als die Straßenverkehrsbehörde Würzburg kürzlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor dem Ortseingang einrichtete. Dabei wurde festgestellt, dass das Ortsschild vor Jahren nicht ordnungsgemäß aufgestellt worden war. Hemmerich attestiert der Straßenverkehrsbehörde "wenig Fingerspitzengefühl".

Anwohner in Reichenberg beklagen, dass sie jetzt noch mehr durch den Verkehr belastet sind. Bereits im letzten Jahr hatte in Kist ein Verkehrsgipfel stattgefunden. Dieser habe bis jetzt allerdings noch keine Verbesserungen bewirkt, sagt Anwohner Lochner.

"Wir haben schon alles mögliche zu unternehmen versucht. Wir kriegen keine Unterstützung von der Gemeinde. Wir kriegen keine Unterstützung vom Landratsamt." Konrad Lochner, Anwohner

Fahrverbote wie in Österreich?

Auch in Hösbach beklagt eine Verkehrsinitiative die "unzumutbare Lärmbelästigung" rund um die A3. Die Initiative forderte Verkehrsminister Andreas Scheuer in dieser Woche in einem offenen Brief dazu auf, darüber nachzudenken, ob Lkw im Falle von Staus zum Verbleib auf der Autobahn gezwungen werden könnten. Auch eine Sperrung der Bundesstraßen an Wochenenden, also ähnlich wie entlang der Brennerautobahn in Österreich, hält die Initiative für eine Option. "Die Möglichkeiten werden durch die lokalen Behörden nicht genutzt, möglicherweise wegen Anweisungen des Bundesverkehrsministeriums", vermutet die Verkehrsinitiative.

© Konrad Lochner

Versetztes Ortsschild in Reichenberg