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Stasi-Spione aus Hof : Führender Geheimdienst-Experte Müller-Enbergs beleuchtet Rolle Bayerns für DDR-Regime

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Stasi-Spione aus Hof

Der führende Geheimdienst-Experte Helmut Müller-Enbergs beleuchtet die Rolle Bayerns für das DDR-Regime. Am Freitag war er im Hofer Stadt-Museum zu Gast.

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Kurz vor der Grenzöffnung waren in Hof neun Männer und Frauen im Dienst der Stasi aktiv. Denn Hof lag günstig, um deutschlandweit aktive Agenten aus der DDR ein- und auszuschleusen. Das erklärt Helmut Müller-Enbergs, einer der führenden Spionage-Experten, im BR-Gespräch. Am Freitag beleuchtete er im Hofer Stadt-Museum intensiv die Rolle der westdeutschen Spione des DDR-Regimes.

Stasi-Mitarbeiter aus allen Schichten

Unter den Hofer Stasi-Mitarbeitern seien Handwerker, aber sogar auch Mitarbeiter der bayerischen Grenzpolizei gewesen. "Die meisten leben heute nicht mehr", so Müller-Enbergs. Sie hätten sich aus politischen, aber auch aus finanziellen Gründen von der Stasi anheuern lassen, so Müller-Enbergs weiter. Der Politikwissenschaftler beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit Spionage und Geheimdiensten. Von der Forschungsabteilung in der Stasi-Unterlagen-Behörde wechselte er vor kurzem zum Verfassungsschutz Berlin, leitet dort den Bereich Spionage-Abwehr. Generell sei die Stasi in Bayern sehr aktiv gewesen.

"Bayern hatte im Ranking Platz 3 bei der Staatssicherheit, nach Berlin und Nordrhein-Westfalen", Helmut Müller-Enbergs.

Die DDR-Geheimagenten hätten sich vor allem um Rüstungsprojekte, wissenschaftlich-technische Verfahren sowie Franz Josef Strauß und die CSU interessiert.