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Stasi-Akten künftig auch in Bayreuth einsehbar | BR24

© dpa-Bildfunk/Patrick Pleul

Ab Juni nächsten Jahres erhalten interessierte Bürger auch in Bayreuth Einsicht in die Stasi-Akten.

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    Stasi-Akten künftig auch in Bayreuth einsehbar

    Nach dem jüngsten Beschluss des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen können die Stasi-Akten künftig auch in Bayreuth eingesehen werden. Die Stadt ist eine von vier Bundesarchiv-Standorten in den "alten Bundesländern".

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    Die Stadt Bayreuth ist ab nächstem Jahr der einzige Standort in Bayern, wo Stasi-Unterlagen eingesehen werden können. Die Wagner-Stadt profitiert damit von der Entscheidung, dass künftig auch im Westen die Akten begutachtet werden können.

    Bundesarchiv-Standort Bayreuth

    Der Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, freue sich, dass "die schwierige Operation" der Eingliederung des Stasi-Unterlagen-Archivs ins Bundesarchiv zu einem erfolgreichen Abschluss komme, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dabei werde die Einsicht in die Akten künftig an allen Orten des Bundesarchivs möglich sein, also nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch in Koblenz, Freiburg, Bayreuth und Ludwigsburg, so Jahn. Die Stasi-Unterlagen würden zum "kulturellen Gedächtnis der Nation" gehören, betonte der Bundesbeauftragte.

    Stasi-Akten bleiben auch nach Überführung zugänglich

    Ende Oktober war ein Gesetzespaket in den Bundestag eingebracht worden. Dieses sieht vor, dass auch nach der Überführung der Akten in das Bundesarchiv die Stasi-Unterlagen zugänglich bleiben sollen. Zudem soll sich künftig eine direkt vom Bundestag gewählte Ombudsperson um die Belange von SED-Opfern kümmern. Das Amt von Jahn wird mit dem Gesetz abgeschafft.

    Stasi-Unterlagen können ab nächstem Jahr eingesehen werden

    In Bayreuth wird das Einsehen im Bundesarchiv in der Dr.-Franz-Straße möglich sein. Wie die Bundestagsabgeordnete Silke Launert (CSU) in einem Schreiben mitteilt, sei dies ab dem 17. Juni kommenden Jahres möglich. Dann nämlich werde die Verantwortung für die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR an das Bundesarchiv übergehen.

    Seit Ende 1990 haben etwa 3,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger Anträge auf Akteneinsicht gestellt. Dabei kamen laut RND mit etwa 78.000 Anträgen auch viele aus Bayern.

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