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Start-ups in Franken: Traplinked entwickelt digitale Mausefalle | BR24

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Das Nürnberger Start-up Traplinked hat eine digitale Mausefalle entwickelt. Schnappt die Falle zu, wird der Schädlingsbekämpfer per App benachrichtigt.

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Start-ups in Franken: Traplinked entwickelt digitale Mausefalle

Mit intelligenten Fallen geht es Mäusen und Ratten an den Kragen. Das Nürnberger Start-up "Traplinked" hat eine digitale Mausefalle gebaut. Das Ziel: Es sollen weniger Giftköder bei der Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommen.

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Von
  • Tina Wenzel

Auf den ersten Blick sieht die Falle aus wie jede andere Mausefalle, die Schädlingsbekämpfer auslegen. Doch ein kleiner schwarzer Kasten macht den Unterschied. Sobald die Falle zuschnappt, schickt das Modul namens Jerry eine Nachricht an das Handy des Schädlingsbekämpfers, erklärt Tim Kirchhof, der Gründer des Start-ups "Traplinked".

Das Ziel: weniger Giftköder in der Schädlingsbekämpfung

Der Schädlingsbekämpfer weiß auf diese Weise ganz genau, welche Falle er leeren und welche er an dem Tag nicht kontrollieren muss. Zudem speichert die dazugehörige App eine Statistik ab, wie häufig die Nager in den vergangenen Tagen in die Fallen getappt sind. Die Arbeit kann so effizienter werden und die gängige Lösung der Giftköder zunehmend ersetzen, hofft Kirchhof. Giftköder sind zwar effektiv und derzeit noch günstiger, doch das Gift kann lange in der Umwelt verbleiben und eine Gefahr für andere Tiere sein, warnt etwa das Umweltbundesamt.

Wachsendes Start-up

Im November 2019 hat das Start-up Traplinked seine Fallen – eine für Mäuse und eine größere und stabilere für Ratten – auf den Markt gebracht. Am Anfang baute Kirchhof zusammen mit den anderen Gründern die Fallen in seiner Ein-Zimmer-Studentenwohnung. "Auf dem Esstisch haben wir Teile der Fallen gelötet", erzählt Kirchhof. Mittlerweile sind sie zu zehnt im Start-up und haben Büroplätze angemietet.

Wegen Corona: wichtige Messe ausgefallen

Mehr als 1.000 Fallen haben sie schon zusammengebaut und verkauft. Sie stehen in Supermärkten, Bäckereien und Logistikzentren. Es hätten noch viel mehr Fallen sein können, doch in diesem Jahr kam die Corona-Pandemie dazwischen. Eine wichtige Messe in der Branche musste entfallen. Dort hätten die Gründer viele Kunden treffen können. "Wir hatten die Messestände schon vorbereitet und schon viel Geld investiert", sagt Kirchhof. Nun heißt es, die möglichen Kunden einzeln zu erreichen.

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