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Start der RKI-Studie "Corona-Monitoring lokal" in Straubing | BR24

© BR/Sarah Beham

Die Stadt Straubing nimmt als dritter Ort in Deutschland an der Corona-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI), "Corona-Monitoring lokal“, teil - die Studie beginnt heute auf dem Gelände des Kulturzentrums "Alter Schlachthof" in Straubing.

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Start der RKI-Studie "Corona-Monitoring lokal" in Straubing

Die Stadt Straubing nimmt als dritter Ort in Deutschland an der Corona-Studie des Robert Koch-Instituts teil. Dafür wurden rund 2.000 Straubinger zufällig ausgewählt. Geklärt werden soll, wie viele Menschen bereits Antikörper gebildet haben.

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Von
  • Sarah Beham
  • BR24 Redaktion

Als dritter Ort in ganz Deutschland nimmt die Stadt Straubing an der Corona-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI), "Corona-Monitoring lokal", teil. Die Studie beginnt heute in den Räumen und auf dem Gelände des Kulturzentrums "Alter Schlachthof" in Straubing. Herausgefunden werden soll unter anderem, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet haben.

Blutentnahme, Rachenabstrich, Befragung

Die Studie des RKI soll bis Ende September in Straubing mit einem 26-köpfigen Team des RKI durchgeführt werden. Für die Studie wurden rund 2.000 Straubinger zufällig vom RKI ausgewählt und per Post eingeladen, sie können freiwillig daran teilnehmen - unabhängig davon, ob sie erkrankt waren, oder nicht. Durchgeführt wird eine Blutabnahme, ein Rachenabstrich und eine kurze Befragung, danach folgt zuhause eine Online-Befragung. Die Teilnehmer sollen ihre Ergebnisse vier Wochen nach ihrem Termin erhalten, außer es werden aktuelle Corona-Fälle aufgedeckt.

Das Robert Koch-Institut wird die Einzelheiten der Studie am Vormittag vorstellen. Dann soll voraussichtlich auch der Oberbürgermeister Straubings, Markus Pannermayr (CSU), auf Antikörper getestet werden.

Studie: Wer war wie schlimm erkrankt

Die Studie des RKI will klären, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet haben. Außerdem soll erforscht werden, wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, welche Menschen häufiger von der Erkrankung Covid-19 betroffen sind und wie oft die Erkrankung so schwer verläuft, dass Menschen im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Straubing war Corona-Hotspot

Insgesamt sollen mit der Studie "Corona-Monitoring lokal" rund 8.000 Erwachsene aus vier besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Orten auf Antikörper getestet werden. Straubing galt besonders zu Beginn der Corona-Pandemie als Corona-Hotspot. Genaue Gründe dafür gibt es nicht, so Straubings Oberbürgermeister Pannermayr. Er erhofft sich von der Studie und vor allem von der Befragung neue Erkenntnisse darüber.

Pannermayr für Studie eingesetzt

Der CSU-Politiker hat sich aktiv dafür eingesetzt, dass Straubing bei der Studie teilnehmen kann: "Weil das für uns auch die Chance bietet, mehr zu erfahren. Nicht nur die Wissenschaftler, auch wir vor Ort wollen natürlich mehr wissen. Wir wollen wissen: Wie viele haben denn schon Antikörper? Und ich glaube, dass jetzt auch der Zeitpunkt der Studie ein ganz spannender Zeitpunkt ist in der Phase, in der die Schule jetzt wieder beginnt, das Thema Reiserückkehrer hatten wir ja auch in den letzten Wochen. In Straubing einfach einen Blick zu bekommen, wie ist die aktuelle Situation jetzt wirklich."

Straubing als einer von drei Studien-Orten

Die Studie des RKI wurde bereits in Bad Feilnbach (Lkr. Rosenheim) und in Kupferzell in Baden-Württemberg durchgeführt, nun ist Straubing als dritter Ort dran. Der vierte Ort steht noch nicht fest. Die Ergebnisse aus dem oberbayerischen Bad Feilnbach beispielsweise zeigen, dass nicht einmal jeder Zehnte dort eine Infektion durchgemacht hat.

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