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Stammstrecke in München gesperrt: Bauarbeiten laufen nach Plan | BR24

© picture alliance/Lino Mirgeler/dpa

S-Bahn Haltepunkt Hackerbrücke

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    Stammstrecke in München gesperrt: Bauarbeiten laufen nach Plan

    Zum zweiten Mal in den Sommerferien hat die Bahn wegen Reparaturarbeiten die S-Bahn-Stammstrecke in München gesperrt. Laut Bahn laufen Bauarbeiten und Ersatzverkehr nach Plan. Der Einzelhandel befürchtet allerdings einen erben Rückschlag.

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    Weil die Bahn die Tunnelbahnhöfe in der Münchner Innenstadt modernisiert, verkehren seit Freitagabend bis zum Betriebsbeginn am Montag keine S-Bahnen zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof. Die Kunden seien rechtzeitig über die Sperrungen informiert worden, teilt die Bahn mit. Es gebe deswegen auch nur wenige Fahrgäste, die nicht wüssten, wie sie jetzt durch die Stadt kommen sollten.

    So kommen Fahrgäste in München von A nach B

    Bis Montagfrüh müssen die Fahrgäste Ersatzbusse benutzen, oder mit U-Bahn oder Tram fahren. Die Ersatzbusse sollen laut Bahn im 7-Minuten-Takt die üblichen S-Bahn-Haltestellen anfahren. Die S-Bahn-Züge enden in dieser Zeit entweder an den Haltestellen Pasing und Ostbahnhof oder fahren oberirdisch ohne Halt bis zum Münchner Hauptbahnhof. Zum Flughafen müssen Fahrgäste die S8 nehmen. Die macht einen Umweg über den Südring, was zu längeren Fahrzeiten führt.

    Weitere Sperrungen der S-Bahn-Stammstrecke geplant

    Auch in den kommenden Wochen wird es zu Einschränkungen kommen, dann entfallen im wöchentlichen Wechsel bis zum 28. August die Stationen Karlsplatz und Isartor. Die Bahn will bis 2021 die fünf Tunnelbahnhöfe auf der Stammstrecke modernisieren.

    Einzelhandel in Bayern ist nicht erfreut

    Sowohl der Handelsverband Bayern als auch die Vertretung der Innenstadt-Unternehmer CityPartnerMünchen kritisieren die Stammstreckensperrung während der Corona-Pandemie. "Das ist jetzt ein echter Rückschlag für den Einzelhandel", sagte Handelsverband-Sprecher Bernd Ohlmann dem BR. Man habe es mit viel Mühe geschafft, die Umsätze auf 70 bis 80 Prozent der Vor-Corona-Zeit hochzuschrauben. An diesen Nahverkehrsausfällen "haben wir schon zu schlucken", sagte Ohlmann weiter.

    City-Partner-Geschäftsführer Wolfgang Fischer sagte, dass der vergangene Samstag mit der Stammstreckensperrung verheerend gewesen sei. Dennoch könne man nicht alles auf die Bahn schieben, der "heiße August mit seinen Verlockungen" habe auch einen großen Anteil am Umsatzrückgang.

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