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Stahlseil an ICE-Strecke: Sondereinheit fahndet nach Urhebern | BR24

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© picture alliance/dpa

Polizeieinsatz an der ICE-Bahnstrecke Allersberg

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Stahlseil an ICE-Strecke: Sondereinheit fahndet nach Urhebern

Im Fall des über eine ICE-Strecke bei Allersberg (Lkr. Roth) gespannten Stahlseils haben sich Staatsanwaltschaft und Polizei mehrerer Behörden nun zu einer gemeinsamen Ermittlungseinheit zusammengeschlossen.

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Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) "Trasse" besteht aus 50 bayerischen Kriminalbeamten, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Neben dem Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) sind auch das Bundeskriminalamt und die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) in die Ermittlungen eingebunden. Die Federführung liegt bei der Generalstaatsanwaltschaft München.

Holz- und Eisenteile im ICE-Gleisbett

Es werde in alle Richtungen ermittelt, so das LKA. Am 7. Oktober hatte der Lokführer eines ICE ein verdächtiges Geräusch bemerkt. Später wurden an der Strecke Reste eines Drahtseils gefunden und ein Drohschreiben mit arabischen Schriftzeichen gefunden. Es handle sich nicht um konkrete Drohungen, sondern vielmehr um abstrakte Drohungen gegen den europäischen Bahnverkehr. Außerdem stellte die Polizei im Gleisbett der ICE-Strecke mehrere Holz- und Eisenteile sicher.

Stahlseil hätte keine Menschen verletzen können

Das Stahlseil war quer über die Bahnstrecke gespannt, hätte aber den aktuellen Ermittlungen zufolge keine Menschen verletzten oder gar töten können. Bislang haben die Ermittler keine Hinweise auf weitere Manipulationen dieser Art an Bahnstrecken in Deutschland. Nach wie vor sind die Ermittler auf Hinweise von Zeugen angewiesen. Das LKA hat dafür eine Telefonhotline eingerichtet: 0800 / 300 00 60.

ICE riss das Drahtseil durch

Unbekannte Täter haben Anfang Oktober bei Allersberg ein Drahtseil über die Gleise der ICE-Trasse gespannt. Ein ICE riss das Seil durch. Wie das Bayerische LKA berichtet, wurde in der Nähe ein Drohschreiben in arabischer Sprache gefunden.

Lokführer stellte Schaden an Windschutzscheibe fest

Zu dem Vorfall kam es laut LKA-Bericht am späten Abend des 7. Oktober. Der Lokführer eines ICE Richtung München vernahm kurz nach 23 Uhr ein verdächtiges Geräusch und setzte seine Fahrt fort. In München stellte er einen Schaden an der Windschutzscheibe fest.