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Städtebauförderung – aus Kasernen werden Wohngebiete | BR24

© Stadt Neu-Ulm

Stadtteilplatz in Wiley-Süd in Neu-Ulm

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    Städtebauförderung – aus Kasernen werden Wohngebiete

    Die "Neue Mitte Parkstadt" soll in Donauwörth ein attraktives Quartier werden – auch dank der Städtebauförderung. Mit Mitteln von Land und Bund konnten auch die Kasernen in Augsburg und Neu-Ulm zu beliebten Wohngebieten gewandelt werden.

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    Hinter dem bürokratischen Wort Städtebauförderung steckt für Städte und Gemeinden schlicht die Möglichkeit, alte Stadtviertel und Ortskerne zu modernisieren und ihnen so neues Leben einzuhauchen – und das mit finanzieller Unterstützung von Bund und Ländern. Genutzt wurde diese Möglichkeit in der Vergangenheit vor allem für die Konversion von alten Kasernengeländen.

    Wiley-Viertel in Neu-Ulm

    So auch in Neu-Ulm. Dort erinnert der Name "Wiley" immer noch an die Vergangenheit des heutigen Wohngebiets im Süden der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag dort der Standort für das US-Militär mit Kasernen, einem Kino und einem Kasino. Als die Amerikaner abzogen, kaufte die Stadt das Gebiet vom Bund und gestaltete es mit Hilfe der Städtebauförderung um.

    Modellprojekt für experimentellen Städtebau

    In einem deutschlandweiten Wettbewerb sammelte die Stadt Neu-Ulm Ideen, wie man aus den ehemaligen Militärflächen ein Quartier mit modernen Wohnungen, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen schaffen könnte. Wiley wurde dadurch in den 1990er-Jahren zu einem Modellprojekt für experimentellen Wohnungs- und Städtebau.

    Forschung, Wohnen und Freizeit in einem Viertel

    Heute kann man sagen, dass das Experiment gelungen ist. Neben einem Wohngebiet finden sich in dem Viertel ein Zentrum für Bildung und Forschung mit Schule und Hochschule. Aus der Militärzeit ist das Kino geblieben und dank der Förderung durch die Landesgartenschau 2008 konnte die Stadt auch noch einen großen Sport- und Freizeitpark einrichten.

    200 Hektar Militärgelände in Augsburg

    Auch Augsburg stand nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte vor einer Mammutaufgabe. Augsburg war nach dem Zweiten Weltkrieg der größte US-Truppenstandort in Schwaben mit rund 30.000 amerikanischen Soldaten und Angehörigen. Rund 200 Hektar Fläche mussten in Augsburg deshalb neu entwickelt werden – und auch hierbei half maßgeblich die Städtebauförderung.

    Ehemalige Kasernen durch Park verbunden

    Auf dem Gelände der ehemaligen Sheridan-Kaserne und der ehemaligen Reese-Kaserne entstanden komplett neue Stadtviertel mit Wohnbebauung, Kulturstätten wie dem Kulturhaus Abraxas und Schul- und Kinderbetreuungseinrichtungen. Verbunden sind die ehemaligen Kasernen durch ein Parkgelände, das sich durch beide Viertel zieht.

    Von der Kaserne zum begehrten Wohnviertel

    Heute sind die ehemaligen Kasernenflächen überaus beliebte Wohnviertel. Auch in dieser Hinsicht haben die Mittel der Städtebauförderung viel gebracht. Denn anfangs lief der Verkauf der Wohnungen schleppend, was heute kaum mehr nachvollziehbar ist.