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Die Stadtwerke Bayreuth planen einen Neubau der Konzernzentrale in der Eduard-Bayerlein-Straße. Der derzeitige Sitz in der Birkenstraße soll der Stadtentwicklung zugute kommen. Geschäftsführer Jürgen Bayer erklärt die Hintergründe.

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Stadtwerke Bayreuth planen Umzug: Platz für Wohnungen in 1A-Lage

Lange wurde diskutiert, ob die Stadtwerke Bayreuth ihre teils maroden Gebäude sanieren oder neu bauen sollen. Jetzt steht fest: Viele der bislang über die Stadt verteilten Arbeitsplätze werden gebündelt – und so Platz für Wohnraum geschaffen.

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Von
  • Kristina Kreutzer
  • BR24 Redaktion

Drei über die Stadt Bayreuth verteilte Gebäude der Stadtwerke sind in die Jahre gekommen und marode. Teilweise stammen sie noch aus den 1960er Jahren. Deshalb planen die Stadtwerke einen Neubau an einem zentralen Ort. Jetzt wurden die Pläne, alle in die Eduard-Bayerlein-Straße zusammenzufassen, vorgestellt. Künftig sollen dort, wo bislang nur die ÖPNV-Sparte angesiedelt ist, Stadtbusverkehr, Werkstatt, Lager und Verwaltung gemeinsam Platz finden.

Im Gegenzug soll der bisherige Hauptsitz in der Birkenstraße in den kommenden Jahren "städtebaulich entwickelt" werden, so Geschäftsführer Jürgen Bayer. Die Kosten für den Umzug könnten noch nicht genau beziffert werden, lägen aber wohl "im mittleren zweistelligen Millionenbereich", so Bayer.

Stadtwerke wollen neues Hauptquartier 2025 beziehen

Die Planungen für den Umzug laufen schon seit einigen Jahren. Einfach weitermachen in den bisherigen Gebäuden sei nicht mehr möglich, die Bausubstanz lasse dies nicht mehr zu, so der Geschäftsführer der Stadtwerke. Der Zeitplan sieht vor, dass 2022 mit der Realisierung begonnen werden kann. 2023 soll die Überplanung des bisherigen Hauptsitzes in der Birkenstraße starten. Voraussichtlich 2025 ziehen die Stadtwerke dann um.

Stadtwerke Bayreuth buhlen um die Gunst junger Ingenieure

Wie genau die neuen Gebäude in der Eduard-Bayerlein-Straße aussehen werden, soll ein Architektenwettbewerb entscheiden. Fest steht aber: Es soll ein zukunftsfähiger, nachhaltiger Standort werden. Die Arbeitsweisen hätten sich in den vergangenen Jahren stark verändert, so Bayer. Flexibilität und Digitalisierung seien auch für die Stadtwerke Bayreuth zum Thema geworden. Um in der Gunst junger Ingenieure zu stehen, müsse ein attraktiver Arbeitsplatz geschaffen werden.

Wohnungen und Arbeitsplätze am Hofgarten könnten entstehen

Immobilien, die bereits jetzt oder spätestens nach dem Umzug nicht mehr genutzt werden, könnten verkauft werden, so Bayer. Vor allem das Areal in der Birkenstraße sei aufgrund seiner Nähe zur Innenstadt und der Nachbarschaft zu Hofgarten und Friedrichsforum ein "Filetstück in A-Lage", so Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberg (CSU). Ein weiterer Vorteil: Betriebe, Arbeitsplätze und Wohnraum könnten geschaffen werden, ohne weitere Flächen zu versiegeln.

Geschotterter Parkplatz am Sendelbach soll weichen

Ebenfalls zu den Stadtwerken gehört die Gewerbefläche in der Spitzwegstraße, die bisher nur sporadisch zur Lagerung einzelner Teile genutzt worden sei. Diese werde höchstwahrscheinlich verkauft. Und auch der Schotterplatz am Sendelbach, mitten in der Innenstadt, gehört den Stadtwerken. Was derzeit ein Parkplatz ist, soll künftig "urbanes Wohnen" möglich machen. Der Bauausschuss hat dafür bereits grünes Licht gegeben, die Entscheidung im Stadtrat steht noch aus.

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