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Symbolbild Regenbogenfahne

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    Stadtrat will Regenbogen-Zebrastreifen für Straubing

    Ein Straubinger CSU-Stadtrat fordert mehr Toleranz. Deshalb will er Regenbogen-Zebrastreifen sowie einen beleuchteten Stadtturm in Regenbogenfarben. Der Verein "Queer in Niederbayern" befürwortet grundsätzlich mehr Sichtbarkeit für queere Menschen.

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    Von
    • Konstantin König
    • Astrid Dachs
    • BR24 Redaktion

    Im Straubinger Hauptausschuss hat der CSU-Stadtrat Prof. Robert Obermaier angeregt, Zeichen für Toleranz zu setzen. Als mögliche Maßnahmen hat Obermaier Regenbogen-Zebrastreifen sowie die Beleuchtung des Stadtturms in Regenbogenfarben vorgeschlagen. Ebenso ein spezielles Areal für Graffiti- und andere Künstler.

    Kritiker sehen verkehrsrechtliche Bedenken

    Hohe Kosten für die Beleuchtung und verkehrsrechtliche Bedenken bei der Umgestaltung von Zebrastreifen wurden im Hauptausschuss als Gegenargument gebracht. Auf BR-Anfrage erklärt Stadtrat Obermaier: "Natürlich dürfen wir nicht einfach Zebrastreifen um-malen, wenn dann die Gefahr steigt, dass Unfälle passieren. Es geht mir um eine generelle Diskussion in Sachen Toleranz. Straubing sollte sich dort klar positionieren." Am kommenden Montag, 26. Juli, wird der Antrag im Stadtrat besprochen.

    Es tut sich was in Sachen queere Sichtbarkeit in Niederbayern

    Der Verein "Queer in Niederbayern" hat auf den Vorschlag reagiert, in Straubing mit Regenbogenfarben ein Zeichen für mehr Toleranz zu setzen. Chris Hess, Vorstand bei Queer in Niederbayern, begrüßte im BR-Interview das Bestreben, queere Menschen in der Gesellschaft sichtbarer zu machen. Allerdings habe der Verein von dieser Idee des Straubinger CSU-Stadtrats erst durch den BR erfahren, man hätte es schön gefunden, wenn man auf den Verein zugekommen wäre und ihn in der Entscheidungsfindung mit eingebunden hätte. Grundsätzlich findet Hess, dass sich in Sachen queere Sichtbarkeit etwas tut in Niederbayern. Dies bestätige die Arbeit des Vereins. Man wünsche sich im Falle Straubings ein länger währendes Engagement in dieser Sache, nicht nur eine Einzelaktion.

    Idee mit dem Regenbogen-Zebrastreifen ist nicht neu

    Die Idee mit dem Regenbogen-Zebrastreifen sei nicht neu, das gäbe es in anderen Städten auch, aber die Vereinsmitglieder freuen sich, dass sich generell etwas tut. Auch hätten Straubings OB Markus Pannermayr und das Bauamt den Verein bei der Umsetzung des CSD in Straubing sehr gut unterstützt. Hier habe man positive Erfahrungen gemacht, so Hess.

    💡 Hintergrund:

    Der Verein "Queer in Niederbayern" sieht sich als Sprachrohr der LGBTQ-Bewegung (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer) besteht seit 18. Juni 2019 und hat mittlerweile 180 Mitglieder. Es gibt sechs Jugendgruppen in Niederbayern, zudem Stammtische. Derzeit wird eine Beratungsstelle aufgebaut. Der Verein hatte seit 2019 mehrere CSD-Paraden in Landshut, Straubing und Kelheim veranstaltet.

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