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Stadträte in Mittelfranken werden bunter | BR24

© picture alliance/dpa

Wahlurne in Nürnberg

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    Stadträte in Mittelfranken werden bunter

    In den Stadtratswahlen in Mittelfranken hat die CSU ihre bisherige Spitzenposition zumeist verteidigen können – wenn auch mit Verlusten. Die Vielzahl an gewählten Parteien und Wählerbündnissen macht die Kommunalparlamente bunter.

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    Unter den Städten mit mindestens 10.000 Einwohnern stellt die CSU in den allermeisten Kommunalparlamenten Mittelfrankens die stärkste Fraktion. Lediglich in Fürth, Lauf und Röthenbach an der Pegnitz liegen die Christsozialen auf Platz 2. In der östlich von Nürnberg gelegenen Stadt Lauf nahmen die Grünen der CSU Rang 1 ab. Die CSU muss überdies in zahlreichen Städten hinnehmen, dass sie trotz ihrer Spitzenposition weniger Stadtratsmitglieder stellt als in der zu Ende gehenden Legislaturperiode. Hingegen gelang es der CSU in Neustadt an der Aisch und in der Altmühlstadt Treuchtlingen, die SPD-Fraktion von Platz 1 zu verdrängen.

    SPD verliert an Zustimmung

    Die SPD verzeichnet hingen nahezu in allen Städten Verluste. Selbst in Fürth, wo ihr Oberbürgermeister Thomas Jung überzeugend wiedergewählt wurde, zählen zur künftigen SPD-Fraktion nur mehr 22 statt 26 Stadträtinnen und Stadträte. In Herzogenaurach muss sich SPD ihre Spitzenposition künftig mit der gleichauf liegenden CSU teilen. Immerhin sind die Sozialdemokraten noch in einer Reihe von mittelfränkischen Städten zweitstärkste Kraft in den Kommunalparlamenten. Das ist so in Nürnberg, Erlangen, Feucht, Langenzenn, Neustadt an der Aisch, Rothenburg ob der Tauber, Roßtal, Roth, Treuchtlingen, Weißenburg, Wendelstein und Zirndorf. In manchen Städten teilt sich die SPD Platz 2 mit anderen Parteien. In Ansbach, Schwabach und Röthenbach an der Pegnitz zum Beispiel mit den Grünen. In Cadolzburg mit den Freien Wählern.

    Grüne ziehen gestärkt in die Stadträte ein – Stärkste Kraft in Lauf

    Im Stadtrat von Lauf an der Pegnitz stellen die Grünen erstmals die stärkste Fraktion. Ob aber der Bürgermeister von Lauf weiterhin ein Grüner sein wird, entscheidet sich erst in der Stichwahl am 29. März. Da wird Amtsinhaber Benedikt Bisping gegen den Kandidaten der Freien Wähler, Thomas Lang, antreten. In den meisten Stadträten konnten die Grünen meist um ein bis zwei Sitze zulegen und so eine mittlere Stärke an Sitzen erreichen oder sogar auf Platz 2 vorrücken. Das haben die Wählerinnen und Wähler so zum Beispiel in Fürth, Feuchtwangen, Gunzenhausen und Oberasbach entschieden.

    Freie Wähler werden stärkste Kraft in Röthenbach an der Pegnitz

    Die Freien Wähler (FW) gehören unverändert den allermeisten Kommunalparlamenten an. Meist rangieren sie im Mittelfeld, vereinzelt auch auf Platz 2. Stärkste Kraft sind die FW in Röthenbach an der Pegnitz geworden, wo die Wähler die SPD in die hinteren Ränge verwiesen. In Cadolzburg stellen die Freien Wähler im Bündnis mit der CSU die meisten Mitglieder des Marktgemeinderats.

    „Die Linke“ kommt in immer mehr Kommunalparlamente

    Mit der vergangenen Kommunalwahl schaffte es „Die Linke“ in mehreren Stadt- und Marktgemeinderäten Mittelfrankens Fuß zu fassen. Bislang war sie nur in sehr wenigen, meist großstädtischen Räten vertreten. Nun zieht die Linkspartei mit je einer Stadträtin oder einem Stadtrat in unterschiedlich großen Kommunalparlamenten ein. Zum Beispiel in Fürth, Lauf, Neustadt an der Aisch, Roth, Schwabach, Stein und Weißenburg.

    AfD zieht in mehrere Stadträte ein

    Über den Einzug in mehrere Stadträte freut sich die AfD. Unter den Städten ab 10.000 Einwohnern errang sie jeweils ein Mandat in den Städten Ansbach, Fürth, Nürnberg, Herzogenaurach, Höchstadt an der Aisch, Oberasbach und Röthenbach an der Pegnitz. Die AfD ist damit in mittelfränkischen Städten nicht ganz so häufig vertreten wie etwa in Oberfranken.

    Stadt- und Gemeinderäte werden bunter

    Insgesamt ist festzustellen, dass in vielen Kommunalparlamenten mehr Parteien und Wählerbündnisse als zuvor vertreten sind. So schafften es neben etlichen lokalen Wählerlisten mitunter vereinzelt auch „Die Franken“, Piraten und die Spaßpartei „Die Partei“ in die Räte. Viele Stadt- und Gemeinderäte in Mittelfranken werden damit künftig bunter.