BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Stadtbus Stillstand in Regensburg wegen Verdi-Streik | BR24

© BR24

Der Stadtverkehr in Regensburg ist wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi am Montag und Dienstag fast vollständig zum Erliegen gekommen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Stadtbus Stillstand in Regensburg wegen Verdi-Streik

Der Stadtverkehr in Regensburg ist wegen des Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi am Montag und Dienstag fast vollständig zum Erliegen gekommen. Laut Verdi haben sich 100 Prozent der Busfahrer in Regensburg am Streik beteiligt.

Per Mail sharen
Von
  • Anne-Lena Schug
  • Meike Föckersperger

Der Stadtbusverkehr in Regensburg ist wegen des Warnstreiks, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat, am Montag und Dienstag fast vollständig zum Erliegen gekommen. Bei dem Streik im Öffentlichen Personennahverkehr in Regensburg hätten sich alle betroffenen Busfahrer beteiligt, so ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. "Die Streikbeteiligung ist – wie auch in den letzten Streiks – 100 Prozent. Es fährt in diesen Tagen kein Stadtbus der Stadtwerke Regensburg raus", so Verdi-Sprecher Patrick Rostek.

Streik über zwei Tage hinweg

Auch am Dienstag wurden die Stadtbusse bestreikt. "Die Kolleginnen und Kollegen haben sich dazu entschieden zwei Tage zu streiken, um nochmal wirklich ein starkes Signal zu setzen und sie sind sehr enttäuscht von dem Angebot, das die Arbeitgeberseite bisher gegeben hat", erklärte Rostek.

Starke Einschränkungen auch am Dienstag

Ihr Arbeitgeber, also die Stadtwerke Regensburg, blickt deshalb nicht besonders optimistisch auf den Streik. Martin Gottschalk, Sprecher der Stadtwerke Regensburg, sagte: "Wir gehen davon aus, dass wieder rund 90 Prozent der Fahrten ausfallen werden."

Kein kompletter Ausfall

Es gebe in Regensburg keinen kompletten Ausfall des Stadtbusverkehres, dennoch gab es massive Einschränkungen. Nur vereinzelt seien Stadtbusse fahren, wenn Fahrer von Subunternehmen die Fahrten übernehmen, so der Verdi-Sprecher. Die Regionalbuslinien sind nicht von dem Streik betroffen.

Verdi kritisiert Verweigerungshaltung

Grund für den Streik ist, dass die Gewerkschaft Verdi vor der nächsten Verhandlungsrunde noch einmal den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen will. Verdi kritisiert die "massive Verweigerungshaltung" der Arbeitgeberseite. Die Gewerkschaft fordert für rund 6.300 Busfahrer vor allem Entlastung, also weitere Zuschläge, mehr freie Tage oder eine 35 Stunden-Woche. Die Arbeitgeber bieten neben einer Corona-Einmalzahlung von 300 Euro auch eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent an. Dieses Angebot geht Verdi aber nicht weit genug. Angesichts des Fahrermangels müsse der Beruf attraktiver werden.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!