BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Alisa Wienand
Bildrechte: BR/Alisa Wienand

Wegen nächtlicher Ruhestörung und Müllbergen erwägt die Stadt Würzburg ein nächtliches Alkoholverbot auf den Grünanlagen am Main.

6
Per Mail sharen

    Stadt Würzburg erwägt nächtliches Alkoholverbot am Mainufer

    Wegen nächtlicher Ruhestörung und Müllbergen erwägt die Stadt Würzburg ein nächtliches Alkoholverbot auf den Grünanlagen am Main. Vor allem seit es wärmer geworden ist, haben Polizei, Ordnungsamt und Stadtreiniger dort alle Hände voll zu tun.

    6
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion
    • Wolfram Hanke

    Die Stadt Würzburg denkt über ein nächtliches Alkoholverbot auf den "Coronapartymeilen" in den Grünanlagen entlang des Mains nach. Das ist laut Stadt davon abhängig, ob es am kommenden Wochenende wieder zu Verstößen gegen corona-notwendige Beschränkungen kommt. Mit unangenehmen Situationen sind vor allem Polizei und kommunaler Ordnungsdienst konfrontiert, die seit Beginn der wärmeren Jahreszeit stetig Kontrollen an den Hotspots entlang des Mains durchführen. Übereinstimmend berichten AHA-Teams, Ordnungsdienst und Polizei gerade vom Pfingstwochenende von starken Besucherströmen am Mainufer, von oftmals sehr lauter Musik aus unterschiedlichen, nicht zuzuordnenden Quellen, die bei Herannahen der uniformierten Streifen abgedreht werden.

    Anwohner klagen über Lärmbelästigung

    Wie Beschwerden von Anwohnern über nächtliche Ruhestörungen bei Polizei und Stadt belegen, verschärft sich offenbar gerade ab Mitternacht die Situation. Mit fortschreitender Stunde und sprunghaft ansteigendem Alkoholkonsum scheinen sich die Feiernden immer weniger um geltendes Recht zu kümmern - und noch weniger um Coronaregeln. Die Konfliktbereitschaft steigt, es kommt zu Aggressionen und Körperverletzungen, so die Stadt.

    Kommunalreferent: "Partyszene muss sich zurücknehmen"

    "Wir setzen auf Kommunikation und hoffen auf das Verständnis der Menschen in diesen Coronazeiten", fasst Kommunalreferent Wolfgang Kleiner das bisherige Vorgehen zusammen. "Aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Der Schutz der Bevölkerung vor Corona hat immer noch Priorität. Auch die Partyszene muss sich in Coronazeiten zurücknehmen. Spaß haben im Freien bis 22.00 Uhr: Ja. Verstöße gegen corona-notwendige Beschränkungen in alkoholisiertem Zustand bis nachts um 4.00 Uhr: Nein!"

    Alkoholverbot am Mainkai und an der Leonhard-Frank-Promenade

    In Abstimmung mit der Polizei erwägt die Stadt Würzburg daher ein nächtliches Alkoholverbot zu später Stunde in Teilbereichen des Mainkais für die nächsten Wochen. Im Zuge einer einheitlichen, nachvollziehbaren Regelung ist auch darüber nachzudenken, ein mögliches nächtliches Alkoholverbot auf die gegenüberliegende Flussseite auszuweiten. Davon betroffen sein könnte dann auch die Leonhard-Frank-Promenade. Das probeweise Aussetzen des vollständigen Alkoholverbots genau an dieser Stelle war erst in der letzten Stadtratssitzung mehrheitlich beschlossen worden, um Verweilzonen am Main zu vergrößern.

    Kommendes Wochenende gibt Ausschlag

    "An diesem Wochenende werden die Ordnungskräfte von Stadt und Polizei noch einmal die Lage vor Ort kritisch beobachten. Sollten sich wieder erhebliche Verstöße gegen das in Coronazeiten erforderliche und vorgeschriebene Verhalten ereignen, werden wir über ein temporäres Alkoholverbot zu später Stunde entscheiden müssen", so Kleiner. Die Stadt Würzburg weist noch einmal darauf hin, dass die Kontaktbeschränkungen sowie AHA-Regeln weiterhin auch im Freien gelten. Ruhestörungen durch die Benutzung von Musikinstrumenten und Tonwiedergabegeräten werden weiterhin geahndet und die Nachtruhe zum Schutz der Anwohner von 22.00 bis 7.00 Uhr ist einzuhalten.

    © Christian Weiß / Stadt Würzburg
    Bildrechte: Christian Weiß / Stadt Würzburg

    Müllberge auf den Mainwiesen in Würzburg

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!