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Stadt Waischenfeld rettet Polsterbräu vor NPD-Funktionär | BR24

© BR-Studio Franken/Claudia Stern

Polsterbräu Nankendorf

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    Stadt Waischenfeld rettet Polsterbräu vor NPD-Funktionär

    Die Stadt Waischenfeld (Lkr. Bayreuth) hat heute den leerstehenden Brauerei-Gasthof "Polsterbräu" mit dazugehörigem Grundstück gekauft. Der daran interessierte NPD-Funktionär bekommt nun lediglich das Braurecht der "Polsterbräu".

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    Die Stadt Waischenfeld (Lkr. Bayreuth) hat heute mitgeteilt, dass sie den leerstehenden Brauerei-Gasthof "Polsterbräu" und das zugehörige Grundstück in Nankendorf kauft. Der NPD-Funktionär, der das Wirtshaus eigentlich erwerben wollte, erhält nun lediglich das Braurecht der "Polsterbräu".

    Keine Probleme mit der Finanzierung

    Die Stadt könne die entsprechenden Gelder selbst aufbringen und brauche keine Fördergelder, sagte Bürgermeister Edmund Pirkelmann (Bürgerblock Breitenlesau-Siegritzberg) dem Bayerischen Rundfunk. Die nötigen Gelder für den Kauf könnten im städtischen Haushalt 2018 eingestellt werden, ohne dass es Probleme mit den Finanzhilfen des Freistaats Bayern gebe, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Der Grund: Im Haushalt sind höhere Einnahmen aus Schlüsselzuweisungen, Einkommenssteuer und Gewerbesteuer zu erwarten.

    Waischenfeld will keine rechtsextremen Gruppierungen

    Mit dem Kauf will die Stadt Waischenfeld verhindern, dass rechtsextreme Gruppierungen in der Region Fuß fassen. "Der Gefahr, dass sich rechtsextremistische Strukturen in der Region ansiedeln beziehungsweise festigen könnten, konnte nach Meinung des Stadtrates und der Sicherheitsbehörden nicht anders begegnet werden, als die Immobilie zu erwerben", heißt es wörtlich.

    Stadtrat-Termin sei Formsache

    "Wir haben die Genehmigung vom Landratsamt Bayreuth doch schneller bekommen als gedacht. Freitagmittag hatten wir schon den Notartermin", so Pirkelmann. Am kommenden Dienstag (06.02.18) ist der Kauf des Gasthauses trotzdem Thema im Waischenfelder Stadtrat. Das sei nur noch reine Formsache, so der Bürgermeister.

    Zukunft des Gasthofs noch ungewiss

    Was nach dem Kauf mit Immobilie und Grundstück passieren soll, steht derzeit noch nicht fest. Die Stadt wolle die "Polsterbräu" wieder zugänglich machen, erklärt Pirkelmann. Eine touristische Nutzung sei denkbar. Im Gespräch war bereits, das Gasthaus zu sanieren und für Touristen zur Verfügung zu stellen, die nur eine Nacht bleiben wollen. Möglicherweise wird das Gebäude auch verpachtet oder weiterverkauft.