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Stadt-Umland-Bahn: Weichenstellung Richtung Osten | BR24

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Die Stadt-Umland-Bahn soll nicht nur Nürnberg mit Erlangen und Herzogenaurach verbinden. Auch eine Strecke in den Osten Erlangens wird geprüft.

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    Stadt-Umland-Bahn: Weichenstellung Richtung Osten

    Die Stadt-Umland-Bahn soll Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verbinden. Der Kreistag Erlangen-Höchstadt will nun darüber verhandeln, dass die Überlandstraßenbahn auch in den Osten des Landkreises verlängert werden kann.

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    Von
    • Michael Reiner

    Der Kreistag Erlangen-Höchstadt hat mit großer Mehrheit beschlossen, über den Weiterbau der Stadt-Umland-Bahn (StUB) zu verhandeln. Es geht dabei um eine mögliche Erweiterung des Streckennetzes in den Osten von Erlangen. Zunächst solle geprüft werden, welche Kosten dabei auf den Landkreis zukommen würden, sagte eine Sprecherin. Eine Kehrtwende: Vor mehr als fünf Jahren hatten die Bewohner des Landkreises in einem Bürgerbegehren den sogenannten Ost-Ast der Stadt-Umland-Bahn noch abgelehnt. Die Erlanger Bürger haben sich dagegen für das Projekt ausgesprochen.

    Gemeinden im Osten Erlangens ersticken im Verkehr

    Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen jedoch geändert. Die Gemeinden im Osten Erlangens ersticken im Pendlerverkehr. Vor allem am Morgen kommt es auf der Strecke nach Erlangen regelmäßig zu langen Staus. Deshalb haben sich vor drei Jahren die Gemeinden Buckenhof, Eckental, Heroldsberg, Marloffstein, Spardorf und Uttenreuth zu einem Bündnis zusammengeschlossen, das sich für den Bau der StUB in den Osten stark macht. Sie versprechen sich davon eine Entlastung vom Pendlerverkehr.

    Mehr Fördergelder in Aussicht

    Dazu kommt, dass sich die Finanzierungsgrundlagen geändert haben und künftig mehr Fördergelder für Projekte wie die Stadt-Umland-Bahn fließen können. So gibt es beispielsweise auch Geld, wenn die Schienen auf der Straße verlegt werden. Bisher war ein eigener Gleiskörper Voraussetzung für öffentliche Zuschüsse. Das heißt, dass sich die Kosten für die beteiligten Städte, Gemeinden und Landkreise deutlich reduzieren.

    Anschluss an die Gräfenbergbahn

    Unter diesen Vorgaben soll der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) nun die Kosten für die Planung und den Bau genauer berechnen. Ziel ist es, eine Schienenstrecke von Erlangen bis Eschenau (Landkreis Erlangen-Höchstadt) zu bauen und diese mit der Gräfenbergbahn zu verbinden.

    Positive Signalwirkung für die Region erhofft

    Der Beschluss sei ein Meilenstein für den Bau des Ost-Astes, sagte Daniel Große-Verspohl, Geschäftsleiter des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn. Der Verbandsvorsitzende, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU), begrüßte den Beschluss, das Projekt Stadt-Umland-Bahn größer zu denken. "Ich erhoffe mir hiervon eine positive Signalwirkung für die Region", sagte er.

    25 Kilometer im Zehn-Minuten-Takt

    Die Stadt-Umland-Bahn soll nach den bisherigen Plänen die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verbinden. Die rund 25 Kilometer lange Strecke, deren Verlauf derzeit genau geplant wird, soll nach bisherigen Kalkulationen rund 372 Millionen Euro kosten. Geplant ist, dass die Züge einmal im Zehn-Minuten-Takt die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verbinden. Eine grobe Kostenschätzung für die Erweiterung nach Osten kommt auf einen Betrag von rund 160 Millionen Euro.

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