Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Stadt-Umland-Bahn soll auch in den Erlanger Osten fahren | BR24

© BR

Morgendlicher Stau in Buckenhof

Per Mail sharen

    Stadt-Umland-Bahn soll auch in den Erlanger Osten fahren

    Der Osten Erlangens erstickt im Verkehr. 15 Bürgermeister aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim kämpfen gegen den Dauerstau. Sie wollen, dass die geplante Stadt-Umland-Bahn auch ihre Gemeinden an den Großraum Nürnberg anbinden soll.

    Per Mail sharen

    Die Initiative hat Georg Förster (Freie Wähler) gestartet, der Bürgermeister von Buckenhof. Seine Gemeinde liegt direkt an der östlichen Stadtgrenze von Erlangen. Sie ist vor allem durch den morgendlichen Pendlerverkehr mit vielen Staus extrem belastet. „Wir müssen jetzt handeln, damit wir überhaupt noch eine Chance haben, dass die Stadt-Umland-Bahn auch in unsere Richtung gebaut werden kann“, sagt er. Eine Machbarkeitsstudie soll nun die notwendigen Daten für diese Planungen liefern.

    Zusätzlicher Ost-Ast

    Derzeit ist nämlich nur vorgesehen, dass die Stadt-Umland-Bahn (StUB) Erlangen mit Herzogenaurach und Nürnberg verbindet. Die Planungen für diese Trasse laufen auf Hochtouren. Angedacht ist nun ein zusätzlicher Schienenast in den Osten Erlangens. Er soll von Buckenhof über Uttenreuth und Neunkirchen am Brand nach Eschenau führen. Dort könnte die StUB dann auf die Gräfenbergbahn stoßen (siehe Grafik).

    © BR

    Geplanter Streckenverlauf

    Bürgerentscheid war gegen Vorhaben

    Diese Pläne gibt es schon länger. Doch nach einem Bürgerentscheid im Jahr 2015 wurden sie gestoppt. Und der Landkreis Erlangen-Höchstadt musste sich aus dem Projekt zurückziehen. Die 15 Bürgermeister im Erlanger Osten wollen die Pläne nun wiederbeleben. „Was ich ganz klasse finde, dass die Bürgermeister in ihren Gemeinden zum Teil schon Haushaltsmittel dafür beschlossen haben“, sagt Birgit Herbst (Neue Liste Spardorf), die Bürgermeisterin von Spardorf.

    Bürgermeister hoffen auf neues Votum

    Sie und ihre Kollegen hoffen, dass sie mit den Daten aus der neuen Studie gute Argumente für ihre Idee bekommen werden. Denn der Verkehrskollaps sei ohne die StUB nicht mehr aufzuhalten. Vor einem erneuten Votum der Bürger haben sie keine Angst. Denn die Daten, auf denen der Bürgerentscheid 2015 fußte, seien damals bereits mehr als zehn Jahre alt gewesen. „Die Leute sehen heute, dass wir etwas ändern müssen aufgrund des Klimaschutzes aber auch wegen der Dieselproblematik und der hohen Verkehrsdichte. Wir brauchen eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Und das kann die StUB sein“, sagt Buckenhofs Bürgermeister Georg Förster.

    Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sind zudem wichtig, um festzustellen, ob es Fördergelder für den sogenannten Ost-Ast der StUB geben kann. Nach Vorliegen der Studie werden die Gemeinden darüber entscheiden, wie sie weiter vorgehen. Bis die Stadt-Umland-Bahn einmal in den Erlangen Osten fahren könnte, werden noch viele Jahre vergehen.

    Mehr zum Thema
    • Stadt-Umland-Bahn: Bürgermeister wollen Erweiterung nach Osten
    • Stadt-Umland-Bahn: Mehr Fahrgäste prognostiziert
    • Planungen für StUB im Großraum Nürnberg kommen voran
    Sendung

    Frankenschau aktuell

    Autor
    • Michael Reiner
    Schlagwörter