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Stadt Regensburg zieht erste Konsequenzen | BR24

© BR/Katharina Häringer

Krematorium Regensburg

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    Stadt Regensburg zieht erste Konsequenzen

    Das Regensburger Krematorium beschäftigt weiter die Staatsanwaltschaft. Dort sollen in 200 Fällen amputierte Körperteile und medizinische Abfälle aus einem Regensburger Krankenhaus mit Verstorbenen verbrannt worden sein. Die Stadt zieht Konsequenzen.

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    Unter anderem mit Videoüberwachung. Bis jetzt lägen nur unbewiesene Behauptungen vor, teilt die Stadt Regenburg mit. Trotzdem habe man Zugangskontrollen zum Krematorium eingeführt und die Kameraüberwachung erweitert. Beim Einfahren der Särge in den Ofen gelte zudem nun ein vier-Augen-Prinzip.

    Körperteile noch im OP für Verbrennung verpackt

    Die Stadt bestätigt auch, dass amputierte Körperteile im Evangelischen Krankenhaus in Regensburg noch im OP verpackt worden sind, um sie anschließend im Krematorium einäschern zu lassen. Laut Stadt war dieser Vorgang jedoch legal.

    Anders als Organe dürften amputierte Körperteile in Krematorien verbrannt werden. Die Mitarbeiter der städtischen Einrichtung hätten nach aktuellem Erkenntnisstand die Asche zusammen mit anderer Restasche gesondert erfasst und in einem anonymen Urnengrab beisetzen lassen.

    Es geht um Störung der Totenruhe

    Die Staatsanwaltschaft wirft dem Krematorium dagegen vor, die Körperteile zusammen mit Verstorbenen verbrannt zu haben. Auf diese Weise könnte in 200 Fällen die Totenruhe gestört worden sein. Außerdem prüft die Staatsanwaltschaft, ob anderer medizinischer Abfall verbrannt worden ist und ob die Nutzung des städtischen Krematoriums dafür zulässig ist.