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Stadt Regensburg will gerettete Flüchtlinge aufnehmen | BR24

© BR/Johannes Moths

Rettungsschiff auf dem Mittelmeer

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    Stadt Regensburg will gerettete Flüchtlinge aufnehmen

    Die Regensburger Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer will 17 aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufnehmen. Das Rettungsschiff des Vereins "Sea-Eye" hat Probleme einen Hafen zu finden. Besatzung und Gerettete warten auf eine politische Lösung.

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    Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hat ihr Hilfsangebot vom August nochmal erneuert: Die Stadt Regensburg ist bereit, 17 Flüchtlinge aufzunehmen. Das teilte die Stadt Regensburg heute mit. Es geht um die Menschen, die die Regensburger Hilfsorganisation "Sea-Eye" am Samstag aus dem Mittelmeer gerettet hat.

    "Sea-Eye" sucht noch Hafen

    Trotz geglückter Rettung aus einem überladenen und beschädigten Holzboot ist die Lage nach Angaben von "Sea-Eye" für die Geretteten und die Besatzung dramatisch: Weil kein Hafen bereit ist, das Schiff aufzunehmen, befindet sich die "Professor Albert Penck" noch immer auf dem Mittelmeer. Laut "Sea-Eye" bringt das weitere Schwierigkeiten. Denn die Vorräte an Bord gingen zur Neige. Außerdem werde das Wetter schlechter.

    Entscheidung liegt beim Bund

    Laut einem Sprecher des bayerischen Innenministeriums handelt es sich beim Regensburger Vorstoß um eine politische Absichtserklärung, die keine rechtliche Wirkung hat. Die Entscheidung über die Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge trifft das Bundesministerium für Migration. Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer fordert auf der Suche nach Lösungen intensive politische Anstrengungen.

    "Ich möchte jetzt von den verantwortlichen Ministerien in Berlin wissen, wie sich ihre Bemühungen auf europäischer Ebene derzeit gestalten und wie sie mit den konkreten Angeboten weiterer 30 Städte in Deutschland umgehen wollen" Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer

    Die 17 geretteten Menschen kommen aus sieben verschiedenen Nationen. Unter ihnen befindet sich eine Frau und zwei Kinder.

    Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Regensburg und andere Städte bereit erklärt, aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufzunehmen.