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Stadt Nürnberg stellt Kostenplan für Volksbad-Sanierung vor | BR24

© BR-Studio Franken/ Michael Reiner

Vor 26 Jahren hat die Stadt Nürnberg das Wasser aus dem Volksbad gelassen - der Betrieb war unwirtschaftlich. Nun soll es wiederbelebt werden.

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    Stadt Nürnberg stellt Kostenplan für Volksbad-Sanierung vor

    Die exakten Kosten für die Renovierung des Jugendstil-Bads stehen fest. Die Stadt Nürnberg hatte vor 26 Jahren im Volksbad das Wasser abgelassen, weil der Betrieb unwirtschaftlich war. Nun soll das Baudenkmal wieder als Hallenbad genutzt werden.

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    Bei einem Ortstermin im Volksbad kommt am Vormittag das Preisschild dran: Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) und Bürgermeister Christian Vogel (SPD) werden die Ergebnisse der Kostenberechnung für die Wiederbelebung des Jugendstil-Bads präsentieren. Seit langem wird in Nürnberg darüber diskutiert, das Jugendstilbad, das im Jahr 1914 eröffnet wurde, wieder als Hallenbad zu nutzen. Ein Projekt, das vielen Menschen am Herzen liegt. 1994 hatte die Stadt Nürnberg das Bad aus Kostengründen geschlossen. Seitdem verfällt der Bau am Plärrer zusehends.

    Volksbad für Wellness und Schulschwimmen

    Bisher gab es nur eine grobe Schätzung der Kosten. Grundlage war eine Machbarkeitsstudie, die vor vier Jahren erstellt wurde. Sie hatte ergeben, dass es durchaus möglich sei, das Bad wieder zu nutzen. Geplant war dabei unter anderem ein Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Whirlpools. Eine Halle war nach diesem Entwurf jedoch auch für Schulen zum Schwimmunterricht vorgesehen.

    Bisherige Kostenschätzung bei 55 Millionen Euro

    Eine erste Schätzung hatte damals ergeben, dass die Wiederbelebung des Baudenkmals rund 55 Millionen Euro kosten würde. Die Hauptlast der Kosten wird bei der Stadt Nürnberg bleiben. Allerdings hat der Freistaat zugesagt, die Sanierung mit 18 Millionen Euro zu unterstützen. Und auch der Bund will die Reaktivierung mit knapp acht Millionen Euro aus Mitteln des Programms "Nationale Projekte des Städtebaus" fördern.

    Nürnbergs Stadtkämmerer hat Bedenken

    Wie teuer die Sanierung genau wird, soll am Vormittag feststehen. Dann müssen die Nürnberger Stadträte entscheiden, ob sie sich diese auch leisten wollen. Denn die Finanzlage der Stadt ist schlecht und der Kämmerer hat in seiner Haushaltsrede bereits angekündigt, dass das Projekt eigentlich nicht zu finanzieren sei. Sollte der Stadtrat trotzdem seine Zustimmung geben, könnten die Bauarbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen.

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