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Werbeplakat des französischen Luxus-Modehauses Saint Laurent
© dpa/pa/Christian Böhmer

Autoren

Claudia Heider
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Werbeplakat des französischen Luxus-Modehauses Saint Laurent

Sexistische und pornografische Werbung soll in München auf Werbeflächen der Stadt künftig nicht mehr zu sehen sein. Plakate oder Spots, die frauenfeindlich sind oder bestimmten Anforderungen nicht entsprechen, können auf Grundlage dieses Stadtratsbeschlusses vom Wirtschaftsreferat und von den Münchner Stadtwerken (SWM) abgelehnt werden. Das Wirtschaftsreferat sowie die Münchner Stadtwerke vermieten Werbeflächen auf öffentlichen Straßen und Plätzen.

Keine freizügigen oder anstößigen Motive mehr auf Plakaten

Die Stadt München verbietet Werbung, die "die sexuelle Attraktivität der Frau ohne Sachzusammenhang" zeigt oder die Frauen "demütigt oder lächerlich macht". Auch Werbeplakate auf denen Frauen als Ware dargestellt werden oder die zu "Gewalt gegen Frauen oder Kinder" auffordern, sollen nicht mehr zu sehen sein. Ob es sich um sexistische Werbung handelt, soll auch die Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München mitentscheiden.

Alkohol- oder Tabakwerbung ist auf städtischen Werbeflächen vorerst noch erlaubt. Der Stadtrat will sich Zeit nehmen und vor einem möglichen Beschluss noch ausführlich über eine Ausweitung des "Schnaps- und Tabakverbots" diskutieren.