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© BR/Kilian Geiser
Bildrechte: Annette Riedl/dpa/dpa-Bildfunk

Die Stadt Memmingen hat am Dienstag erste Grundschulen mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Als erstes werden schlecht belüftbare Räume versorgt. Oberbürgermeister Schilder zufolge soll später in jedem Klassenzimmer ein Luftreiniger stehen.

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Stadt Memmingen übergibt Luftreinigungsgeräte an Grundschulen

Die Stadt Memmingen hat erste Grundschulen mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Zunächst werden schlecht belüftbare Räume versorgt. Oberbürgermeister Schilder zufolge soll später aber in jedem Klassenzimmer ein Luftreiniger stehen.

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Von
  • Kilian Geiser
  • Matthias Lauer

Raumluftreiniger oder Lüften: Was hilft gegen Corona? Die Stadt Memmingen hat auf jeden Fall insgesamt 250 Luftreinigungsgeräte für Schulen und noch einmal 80 Stück für Kindertagesstätten bestellt. Am Dienstagnachmittag wurden die ersten Geräte an Grundschulen übergeben. Diese sind für Räume vorgesehen, die nur unzureichend oder mit großem Aufwand mit Frischluft versorgt werden können. Ziel sei es aber, alle Klassenzimmer für die Jahrgangsstufen eins bis vier entsprechend auszustatten, sagte Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU) dem BR.

Stadt Memmingen wollte zuerst keine Luftreinigungsgeräte kaufen

Im Frühjahr noch hatte sich der Finanz- und Hauptausschuss des Stadtrats gegen eine Anschaffung ausgesprochen. Auch Oberbürgermeister Schilder stand den Luftreinigungsgeräten kritisch gegenüber. Dass nun doch eine größere Stückzahl angeschafft wird, erklärt der Oberbürgermeister mit den geänderten Einschätzungen von Fachleuten auf Landes- und Bundesebene.

Umweltbundesamt, Eltern und Schulen waren dafür

Unter anderem hat das Umweltbundesamt seine Empfehlung für den Einsatz von Luftreinigungsgeräten angepasst. Auch von Seiten der Eltern und der Schulen habe es verstärkt die Forderung nach solchen Geräten gegeben.

Luftreiniger allein reichen nicht

Schilder lenkt den Blick außerdem auf die kälteren Monate nach Beginn des neuen Schuljahres. Dann werde das Lüften in vielen Räumen wieder schwieriger, erklärte Memmingens Oberbürgermeister. Auch wenn die Stadt nun insgesamt 330 Luftreinigungsgeräte bestellt hat, warnt Schilder davor, sich künftig allein auf diese technische Ausstattung zu verlassen. Lüften, Masken und Tests würden weiter wichtig bleiben – so die Einschätzung des Oberbürgermeisters.

Kaum Unterstützung der Staatsregierung

Seitens des Staatsregierung hätte sich Memmingens Oberbürgermeister klarere Vorgaben gewünscht. Im Moment müsse jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt für sich entscheiden, die Umstände vor Ort seien ja auch nicht identisch, sagte Schilder. Die Staatsregierung hätte den Kommunen nach Schilders Überzeugung aber mit Kriterien, die die Geräte erfüllen müssen – etwa zur Leistungsfähigkeit – helfen können.

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