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Greensill - Auch die Stadt Landshut ist betroffen

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    Stadt Landshut ist ein Opfer der Greensill Bank

    Knapp eine Woche nach Schließung der Greensill Bank melden sich immer mehr Kommunen, die bei dem Bremer Institut öffentliche Gelder angelegt haben. Die Stadt Landshut könnte mehr als 400.000 Euro verlieren.

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    • BR24 Redaktion

    Die Stadt Landshut ist ein Opfer der Pleitebank Greensill. Entsprechende Informationen der Landshuter Zeitung bestätigte am Mittwoch die Stadt dem Bayerischen Rundfunk.

    Mehr als 400.000 Euro stehen im Feuer

    Man habe bei der Bank 440.000 Euro als langfristige Festgelder angelegt. Die Gelder wären 2024 und 2025 fällig gewesen. Das Geld stammte aus den Sonderrücklagen der Stadt und betreffe somit nicht den laufenden städtischen Haushalt.

    Scheinbar sichere Anlage

    Zum Zeitpunkt der Anlagen im Jahr 2020 habe die Greensill Bank ein Rating von A- gehabt, heißt es von der Verwaltung. Es habe zu dem Zeitpunkt auch keine Warnungen der Bankenaufsicht BaFin gegeben. Ob die Stadt Landshut ihr Geld noch einmal wiedersehen wird, ist derzeit unklar.

    Kommunen könnten leer ausgehen

    Die Greensill Bank ist nicht mehr zu retten. Wenige Tage, nachdem die Aufsichtsbehörde BaFin das Institut geschlossen hat, eröffnete das Amtsgericht Bremen am Dienstag das Insolvenzverfahren. Privatanleger dürften nun innerhalb der nächsten Tage ihre Einlagen zurückerhalten.

    Zahlreiche Kommunen könnten dagegen leer ausgehen, ihre Einlagen sind seit einigen Jahren nicht mehr über den Einlagensicherungsfonds der privaten Geldhäuser abgesichert. Für den Fonds ist es die größte Belastung seit der Pleite der US-Bank Lehman Brothers im Jahr 2008.

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