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Stadt Fürth gedenkt Medizinpionierin Emilie Lehmus | BR24

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Ehrengrab für Emilie Lehmus, eine der ersten deutschen Ärztinnen

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Stadt Fürth gedenkt Medizinpionierin Emilie Lehmus

Die Stadt Fürth gedenkt der ersten deutschen Medizinstudentin. Oberbürgermeister Thomas Jung hat am Freitag auf dem Fürther Friedhof ein Ehrengrab für Emilie Lehmus eingeweiht.

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Die am 30. August 1841 in Fürth geborene Medizinerin Emilie Lehmus war die erste Ärztin in Deutschland. Im Jahr 1870 hatte sie in Zürich ein Medizinstudium begonnen und mit Auszeichnung abgeschlossen. Sechs Jahre später eröffnete sie als erste Frau in Berlin eine Arztpraxis. Die fränkische Pfarrerstochter behandelte gemeinsam mit einer Kollegin Frauen und Kinder - vorrangig aus der Arbeiterschaft. Allerdings ohne offizielle Approbation, die Frauen zu dieser Zeit grundsätzlich verwehrt blieb.

Denkmal auf Fürther Friedhof

Lehmus zog später wieder nach Bayern und starb 1932 im Alter von 91 Jahren. Sie wurde auf dem städtischen Friedhof in Fürth beerdigt. An der Stelle ihres inzwischen aufgelassenen Grabes wurde nun auf Initiative des evangelischen Pfarrers Christian Schmidt-Scheer in Zusammenarbeit mit der Stadt Fürth der Gedenkstein errichtet. In der Inschrift auf dem Gedenkstein wird von Emilie Lehmus als "erster deutscher Medizinstudentin" gesprochen. Als erste deutsche Ärztin des wissenschaftlichen Zeitalters gilt dagegen Dorothea Christiane Erxleben (1715-1762) aus Quedlinburg (Sachsen-Anhalt).