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Stadt Freyung kauft Gartenschau-Areal zurück | BR24

© Stadt Freyung

Ausschnitt aus der Planung für die Landesgartenschau

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    Stadt Freyung kauft Gartenschau-Areal zurück

    Ein nicht alltäglicher Deal, aber wohl ein Gewinn für beide Seiten: Die Stadt Freyung hat das Gartenschaugelände von Bauunternehmer Günther Karl zurückgekauft. Bürgermeister Olaf Heinrich freut sich über das Grundstück mit "unglaublichem Potential".

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    Von
    • Kathrin Unverdorben

    Die Stadt Freyung hat das Gartenschau-Areal, das sie Mitte letzten Jahres für einen symbolischen Euro an den Bauunternehmer Günther Karl verkauft hatte, zurückgekauft. Das hat Freyungs Bürgermeister Olaf Heinrich (CSU) dem BR bestätigt. Ein Deal mit Gewinnern auf beiden Seiten, sagt Heinrich.

    Stillschweigen über Kaufsumme

    Die Kaufsumme werde nicht öffentlich gemacht, so Freyungs Bürgermeister, aber sie liege "deutlich unter der halben Summe von neun Millionen Euro, die für die Abrissarbeiten der ehemaligen Gesa-Klinik auf dem Gelände notwendig gewesen wären". Das heißt: Die Stadt hat das Gelände für einen niedrigen siebenstelligen Betrag zurückgekauft. Eine immense Ersparnis für die Stadt laut Heinrich. Vereinbart wurde der Kauf bereits im April dieses Jahres. Bauunternehmer Karl hatte der Stadt das Kaufangebot gemacht.

    Bauunternehmer hat Gesa-Klinik entsorgt

    Um die Abrissarbeiten der Gesa-Klinik hatte sich Ende 2019 der Bauunternehmer gekümmert. Die Stadt hätte sich neun Millionen Euro Abrisskosten nicht leisten können und verkaufte das Grundstück deshalb für einen symbolischen Euro. Eigentlich wollte Karl das Gelände im Anschluss an die Stadt verpachten, um dort die Landesgartenschau 2022 stattfinden zu lassen und danach darauf zu bauen. Die Landesgartenschau wurde wegen Corona um ein Jahr verschoben. Somit hätte die Stadt Freyung länger Pacht zahlen müssen als ursprünglich gedacht und der Bauunternehmer hätte mindestens vier Jahre nichts mit dem Baugrund anfangen können.

    Grundstück mit Alpenblick

    Der Deal sei nun ein Gewinn für beide, freut sich der Bürgermeister: "Das Grundstück hat unglaubliches Potential: 15.000 Quadratmeter Bauland in exquisiter Lage mit 180 Grad Alpenblick." Man wolle es nach der Landesgartenschau ausschließlich für den Tourismus nutzen: "Der Idealfall wäre ein Hotel. Die Zwischennutzung ein hochklassiger Campingplatz." Und das im Herzen der blühenden Gartenschau - ein Traum, schwärmt Heinrich.

    Landesgartenschau 2023 kann kommen

    Geplant sei der Rückkauf vorab nicht gewesen, so Heinrich im BR-Interview. Auch seien solche "Hin- und Herkäufe" nicht üblich, aber durchaus legal. Der Kauf ist bereits unter Dach und Fach, teilte die Stadt auch auf ihrer Facebook-Seite mit. Das Grundstück wartet nun darauf, für die Landesgartenschau 2023 bepflanzt zu werden. Spatenstich war bereits Ende Juni.

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