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Stadt Dinkelsbühl führt Kurzarbeit ein | BR24

© picture alliance/dpa

Altstadt von Dinkelsbühl

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    Stadt Dinkelsbühl führt Kurzarbeit ein

    Die Stadt Dinkelsbühl wird als eine der ersten Städte in Mittelfranken Kurzarbeit für ihre Angestellten einführen. Touristische Attraktionen müssen wegen der Corona-Krise ausfallen und Steuereinnahmen brechen weg, so der Oberbürgermeister.

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    Wie Dinkelsbühls Oberbürgermeister Christoph Hammer (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, werden noch in dieser Woche alle nötigen Schritte eingeleitet, um mit der Kurzarbeit zu beginnen. Das städtische Theater, das Verkehrsamt, der Bäderbetrieb aber auch die Musikschule der Stadt, seien alles Bereiche, die aktuell nicht oder nur sehr eingeschränkt laufen.

    Kein Tourismus, keine Arbeit

    Auch brächen die Gewerbesteuereinnahmen im Moment extrem weg, so Hammer weiter. Daher müsse sich die Stadt als Wirtschaftsbetrieb durch die vielen Einbußen vernünftig aufstellen. Ohne Gäste und ohne Tourismus hätten viele Stadt-Mitarbeiter im Moment nichts zu tun. Das sei einerseits schädlich fürs Betriebsklima, andererseits sei die Stadt verpflichtet sorgfältig mit dem Geld der Steuerzahler umzugehen, begründet der Oberbürgermeister die Entscheidung.

    „Wenn Sie Kurzarbeit anordnen und bekommen 60 Prozent des monatlichen Mitarbeitergehalts von der Bundesagentur für Arbeit ersetzt, dann muss eine Stadt wie Dinkelsbühl wirtschaftlich entscheiden.“ Christoph Hammer (CSU), Oberbürgermeister von Dinkelsbühl

    Das Kurzarbeitergeld werde auf 95 Prozent aufgestockt, sodass die Arbeitnehmer, die Kürzungen nicht zu stark spüren dürften, versprach das Stadtoberhaupt. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von der Kurzarbeit betroffen sein. Sobald sich die Situation wieder ändere, könnten die Regelungen wieder heruntergefahren werden, so Hammer.

    Touristische Attraktionen abgesagt

    Die Große Kreisstadt im Landkreis Ansbach hat rund 12.000 Einwohner, seit 17 Jahren ist Christoph Hammer Oberbürgermeister. Durch die historische Altstadt sorgt der Tourismus für viele Einnahmen. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden jedoch viele Veranstaltungen abgesagt, etwa das Heimatfest „Kinderzeche“ und das Musikfestival „Summerbreeze“, zu denen in den vergangenen Jahren immer mehrere tausend Besucher gekommen waren.