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Stadt Augsburg hält an strengen Corona-Maßnahmen fest | BR24

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Bildrechte: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Trotz sinkender Fallzahlen setzt die Stadt Augsburg auch weiterhin auf strenge Corona-Maßnahmen.

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    Stadt Augsburg hält an strengen Corona-Maßnahmen fest

    Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen sinkt. Auch in der sogenannten "vulnerablen Gruppe" sterben immer weniger Menschen an SARS-CoV-2. Trotzdem setzt die Stadt Augsburg weiter auf strenge Maßnahmen.

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    Von
    • Torsten Thierbach

    "Die Corona-Fallzahlen sinken auch in Augsburg stetig, aber zu langsam." Das sagte Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber am frühen Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Rathaus. Deshalb müssen sich die Einwohner auch weiterhin mit den strengen Maßnahmen wie Lockdown und Ausgangssperren abfinden. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz von Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 116. Die Stadt selbst hat einen Wert von 121,1 berechnet. In den vergangenen 24 Stunden habe es im Stadtgebiet Augsburg 34 weitere Neuinfektionen gegeben.

    Corona-Maßnahmen wirken - aber noch nicht nachhaltig

    Die Oberbürgermeisterin schwor die Einwohner auf weitere "Entbehrungen" ein. Die getroffenen Maßnahmen würden wirken und: "Damit entlasten wir unser Gesundheitssystem", so die CSU-Politikerin. Dank des Impfstoffes werde man sich bald wieder "in Richtung Normalität bewegen" können, so Weber.

    Zugleich warnte sie vor neuen Mutationen des Coronavirus. Diese seien "sehr viel ansteckender" als die ursprüngliche Variante. Zur Gefährlichkeit dieser Mutationen äußerte sich Weber nicht. In jedem Fall sollten Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen weiterhin genau befolgt werden, so die Stadt.

    Homeoffice wo immer es geht

    Die Hauptlast der Erkrankten liege derzeit bei der "im Berufsleben stehenden mittleren Altersgruppe", hier seien Maßnahmen wie vermehrtes Homeoffice etwa ratsam, um Ansteckungen zu vermeiden. Zum Thema Homeoffice sagte Weber, sie appelliere an alle Bürger, das Recht auf Homeoffice auch einzufordern, und an die Chefs, entsprechende Arbeitsplätze, wo immer möglich, zur Verfügung zu stellen.

    Bislang 3,6 Prozent aller Augsburger von Corona betroffen

    Bislang sind nach Angaben der Stadtregierung seit dem Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr 3,6 Prozent der Stadtbewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden oder waren tatsächlich infiziert. Weber drängte darauf, dass auch in Augsburg die Sieben-Tage-Inzidenz unter den Wert von 50 fallen müsse. Nur bei diesem Wert könne das Infektionsgeschehen von den zuständigen Einrichtungen nachvollzogen werden. Laut Modellrechnung des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg sei dieser Wert allerdings nicht vor Mitte April zu erreichen.

    Stadt hofft auf Effekt von FFP2-Masken

    Die Stadt erhofft sich vor allem durch die seit Montag geltende Tragepflicht von FFP2-Masken einen positiven Effekt auf das Infektionsgeschehen, so die Oberbürgermeisterin. Obwohl bisher nur wenig über die Mutation des Coronavirus bekannt ist, geht die Augsburger Stadtregierung davon aus, dass sich Kinder und Jugendliche wesentlich schneller anstecken könnten. Deshalb bleibt auch die sogenannte "Präsenzpflicht" in den Schulen weiterhin ausgesetzt. Ausnahmen, zum Beispiel die Erlaubnis zum Wechselunterricht, würden derzeit im Bildungsreferat geprüft. Diese könnten dann unter anderem für Abiturklassen gelten.

    Impfstoff für Corona-Impfungen knapp

    Seit heute laufe die Impfung bei den 80-Jährigen, so Weber. Rund 2.800 Impfungen seien bisher über mobile Teams verabreicht worden, 1.500 Dosen in Kliniken und rund 400 im Impfzentrum. Bei vier Altenheimen sei man bereits bei der Zweitimpfung angekommen, heißt es.

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