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Stadt Aschaffenburg entscheidet über Außengastronomie | BR24

© BR/Christiane Scherm

Entscheidung über Außengastronomie in Aschaffenburg

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    Stadt Aschaffenburg entscheidet über Außengastronomie

    Seit Montag haben Biergärten und Außenbereiche von Restaurants in ganz Bayern wieder geöffnet. Das Problem: Durch die Coronavirus-Abstandsregeln können die Gastronomen ihre Flächen nicht voll nutzen. In Aschaffenburg will man Abhilfe schaffen.

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    Durch die Abstandsregelungen können die Gastronomen deutlich weniger Besucher bewirten und haben dadurch finanzielle Einbußen. Der Umwelt- und Verwaltungssenat in Aschaffenburg beschäftigt sich deshalb in seiner heutigen Sitzung mit der Frage, ob die Außenflächen der Gastronomiebetriebe erweitert werden dürfen.

    Ausdehnung der Fläche um Abstandsregeln einzuhalten

    Aus Sicht der Stadtverwaltung seien "Flächenüberschreitungen" bestehender Außenbereiche möglich, wenn Verkehrswege und Rettungswege nicht beeinträchtigt werden. Wenn die Flächen von Nachbarn benutzt werden, müsse man sich einigen. Außerdem dürfe die maximale Zahl der zugelassenen Sitzplätze nicht überschritten werden.

    "Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich hier um die Ausdehnung der bereits bisher genehmigten und genutzten Außengastronomie in die Fläche, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Eine Betriebsausweitung ist hiermit nicht verbunden." Sitzungsvorlage Verwaltungssenat

    Theaterplatz, Freihofsplatz, Agathaplatz und Park Schöntal im Gespräch

    Denkbar ist es auch, öffentliche Plätze für die Gastronomie zu verwenden – zum Beispiel den Theaterplatz, den Freihofsplatz, den Agathaplatz und den Park Schöntal vor der Brunnenanlage am Eingang zur City-Galerie. Dafür sind aber Sondergenehmigungen nötig. Jeder Betrieb müsse im Einzelfall betrachtet werden, heißt es weiter.

    Durch diese Regelungen könnten die Gastronomen ähnlich viele Gäste bewirten wie normalerweise. Die Stadtverwaltung schlägt dem Umwelt- und Verwaltungssenat ein Maßnahmenpaket vor. Sollte dieser zustimmen, könnte die Verwaltung bereits mit der Umsetzung des Konzepts beauftragt werden.

    Wirtschaftsminister Aiwanger appelliert an Bürgermeister

    Die Coronakrise hat die Gastronomie hart getroffen. Wochenlang waren Gasthäuser, Restaurants und Biergärten geschlossen. Erst seit dem 18. Mai ist es wieder erlaubt, Außenbereiche zu nutzen. Das geht aber nur mit Einschränkungen: Zwischen den Stühlen der jeweiligen Tische muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

    Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat in einem Schreiben Oberbürgermeister und Bürgermeister in ganz Bayern aufgefordert, die nötigen Genehmigungen für die Vergrößerung der Außenflächen schnell zu erteilen.

    "Sie tragen damit dazu bei, dass die von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Betriebe wieder eine Zukunftsperspektive haben." Hubert Aiwanger

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