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Bildrechte: BR / Thomas Gebhardt

Am 23.September 2018 hatte Sturmtief `Fabienne` die 25 Meter hohe Spitze vom Kirchturm in Stadelschwarzach gerissen. Am Donnerstag (29.07.) beginnt nun der Wiederaufbau der Turmspitze.

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Stadelschwarzach: Geköpfte Kirchturmspitze wird wieder aufgebaut

Fast drei Jahre lang war der Kirchturm von Stadelschwarzach im Landkreis Kitzingen "oben ohne". Bei einem heftigen Sturm hatte er im Jahr 2018 seine Spitze eingebüßt. Jetzt wird der Kirchturm instandgesetzt und soll bald wieder komplett sein.

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Von
  • Jürgen Gläser
  • BR24 Redaktion

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 147 km/h fegte am 23. September 2018 das Sturmtief "Fabienne" über Stadelschwarzach. Das Spitzdach des Kirchturms wurde dabei regelrecht geköpft. Der gesamte Dachstuhl krachte neben der Kirche in eine enge Gasse, das vergoldete Kreuz mit der Kugel landete in einem Nachbargarten. Nach knapp drei Jahren beginnt nun der Wiederaufbau der Turmspitze.

Stadelschwarzacher Kirchturm wird in drei Teilen aufgesetzt

Der neue Dachstuhl wird in drei Teilen mit einem Kran auf den Turm gesetzt. Zuerst wird ein fünf Meter hoher Dachstuhlsockel auf den gemauerten Turmteil gehoben und mit speziellen Spanndübeln im Mauerwerk verankert. Die alte Kirchturmspitze war nur aufgesetzt, aber nicht verankert. Ende August werden dann zwei weitere Dachstuhlteile montiert. Danach wird der neue Dachstuhl mit Schiefer eingedeckt. Anfang Oktober erfolgt die "Kreuzerhöhung". Das neue, vergoldete Kreuz auf einer Kugel wird mit einem Kran auf die Kirchturmspitze gesetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 350.000 Euro. Dafür kommt fast komplett eine Versicherung auf.

Wiederaufbau musste mehrmals verschoben werden

Der Wiederaufbau der Kirchturmspitze hatte sich mehrfach verzögert. Nach dem Sturm musste zunächst einmal die Statik des Kirchturms geprüft werden. Dann wurde der Kirchturm mit einem provisorischen Dach verschlossen. 2019 hatte sich der Beginn der Arbeiten Richtung Herbst verzögert. Weil man bis zum Winter nicht fertig geworden wäre, wurde das teure Gerüst am Kirchturm erst mal abgebaut. 2020 kam Corona. Der für das Spitzdach vorgesehene Schiefer aus Spanien konnte deshalb nicht geliefert werden. In diesem Jahr gab es nun Lieferengpässe beim Holz für den Dachstuhl. Jetzt sind alle notwendigen Materialen erhältlich, und die 500 Jahre alte Kirche von Stadelschwarzach bekommt ein neues Spitzdach – einen sogenannten Echterhelm.

Weitere Schäden durch Sturmtief "Fabienne"

Sturmtief "Fabienne" hatte an jenem 23. September 2018 auch sechs große Masten einer 380.000 Volt-Stromleitung auf einem Feld vor Stadelschwarzach wie Streichhölzer geknickt und umgeworfen. Auch in Unterpleichfeld im Landkreis Würzburg richtete der Sturm Schäden an. Dort wurde das Kreuz auf dem Kirchturm der St. Laurentius-Kirche abgerissen. Das Kreuz wurde restauriert und 2020 wieder aufgesetzt.

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