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Steintribüne am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
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Steintribüne am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg

In den kommenden acht Jahren sollen die Zeppelintribüne und das Aufmarschfeld für die Reichsparteitage der NSDAP gesichert und vor dem Verfall geschützt werden. Insgesamt sind dafür 85,1 Millionen Euro veranschlagt. Nachdem der Bund finanzielle Unterstützung zusicherte und sich auch das Land Bayern in der Pflicht sieht, beginnt die Stadt Nürnberg nun mit der konkreten Umsetzung.

300.000 Besucher jedes Jahr

Die Stabsstelle werde sich um die Steuerung aller Baumaßnahmen und zukünftige Vermittlung des historischen Orts kümmern, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Nürnberg. Dabei arbeite die Stelle eng mit dem Hochbauamt und dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zusammen. Große Bereiche der Zeppelintribüne und des Zeppelinfelds, die jährlich bis zu 300.000 Besucher besichtigen, sind derzeit nicht zugänglich. So schützen beispielsweise Absperrungen auf der Rückseite der Zeppelintribüne vor herabfallenden Steinbrocken.

Sport- und Freizeitangebote bleiben erhalten

Besucher sollen künftig alle Bereiche und Gebäudeteile gefahrlos betreten können. Darunter sind auch das seit Jahrzehnten geschlossene Zeppelinfeld, ein Feldturm und der Mittelbau der Tribüne mit dem sogenannten Goldenen Saal. Ein zukunftsgerichtetes Vermittlungskonzept solle den Ort auch künftigen Generationen erschließen. Die etablierte Freizeit- und Sportnutzung bleibe selbstverständlich erhalten, erklärte Kulturreferentin Julia Lehner (CSU).

„Dieser historische Ort wird für unser Geschichtsbewusstsein vor allem durch das Ende der Zeitzeugenschaft immer wichtiger. Das ehemalige Reichsparteitagsgelände ist zudem eines der Leitthemen der Nürnberger Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025.“ Julia Lehner (CSU), Kulturreferentin von Nürnberg

Autoren

Michael Reiner

Sendung

Regionalnachrichten Franken vom 15.01.2019 - 06:30 Uhr