BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR/Herbert Ebner

Rund ein Drittel der bayerischen Staatsstraßen hat Sanierungsbedarf. Rund 4.800 Kilometer und damit 36 Prozent der Staatsstraßen seien in schlechtem Zustand. Das Verkehrsministerium räumt ein, dass in den nächsten Jahren teure Maßnahmen nötig seien.

11
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Staatsstraßen: Niederbayern ist Schlagloch-Spitzenreiter

Schlaglöcher, Straßenrisse oder fehlende Markierungen: Mehr als ein Drittel der Staatsstraßen in Bayern sind laut Verkehrsministerium marode - vor allem in Niederbayern, und besonders in zwei Landkreisen.

11
Per Mail sharen
Von
  • Lisa Weiß
  • BR24 Redaktion

In Niederbayern ist ein großer Teil der Staatsstraßen in einem schlechten Zustand. Das geht aus der Antwort des Bayerischen Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Landtags-SPD hervor. Rund 850 Kilometer Straße müssten hier saniert werden - das heißt mehr als 43 Prozent des Staatsstraßen-Netzes im Regierungsbezirk.

Landkreise Freyung-Grafenau und Passau besonders betroffen

Autofahrer haben besonders in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau mit Schlaglöchern, Straßenrissen oder fehlenden Markierungen zu kämpfen. Auch in der Stadt Passau ist mehr als die Hälfte der Staatsstraßen schadhaft. In der Oberpfalz sieht es laut dem Verkehrsministerium etwas besser aus, dennoch sind dort rund 38 Prozent des Staatsstraßennetzes betroffen.

Mehr als ein Drittel der Staatsstraßen in Bayern schadhaft

Bayernweit sind mehr als ein Drittel der Staatsstraßen sanierungsbedürftig. Etwa 4.800 Kilometer und somit circa 36 Prozent der Staatsstraßen seien in schlechtem Zustand, heißt es in der Antwort an die SPD. Es handele sich um ein historisch gewachsenes Netz, dessen Straßenaufbauten zum Teil nicht auf die heutigen Verkehrsmassen ausgelegt seien.

Der SPD-Abgeordnete Markus Rinderspacher fordert, die Investitionen in die Instandhaltung deutlich zu erhöhen: "Die Kosten für die Reparatur von Bayerns Buckelpisten bürdet die Söderregierung künftigen Generationen auf", so Rinderspacher.

Nötige Investitionen unklar

Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer verweist in der Antwort der Staatsregierung auf immer älter werdende Straßen und mehr Verkehr. Grundsätzlich räumt das Verkehrsministerium ein, dass in den nächsten Jahren teure substanzverbessernde Maßnahmen und grundhafte Erneuerungen nötig sind, um den Zustand vieler Straßen nachhaltig zu verbessern.

Wie hoch die Investitionen sein müssten, lasse sich wegen einer Systemumstellung derzeit nicht beziffern. Die Staatsbauverwaltung entwickelt momentan ein Programm, mit dem sich abschätzen lässt, wie viel Geld langfristig ausgegeben werden muss, um die Fahrbahnen zu erhalten.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!