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Staatsregierung will auch kleine Krankenhäuser stützen | BR24

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Bürgerinitiative für den Erhalt des Krankenhauses Hersbruck

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    Staatsregierung will auch kleine Krankenhäuser stützen

    Bayerns Gesundheitsministerin Huml (CSU) will dafür sorgen, dass auch kleine Krankenhäuser überleben können. Im Gesundheitsausschuss des Landtags bekräftigte sie, dass die Investitionszuschüsse für Kliniken auf dem aktuellen Stand bleiben sollen.

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    Bayern gebe den Krankenhäusern so viel Geld wie kaum ein anderes Bundesland, betont Gesundheitsministerin Melanie Huml. Und das solle auch so bleiben.

    Hohe Subventionen für Krankenhäuser

    Auch in diesem Jahr sollen – ebenso wie im Vorjahr – 643 Millionen Euro fließen, damit die 370 Kliniken ihre Gebäude und ihre Ausstattung auf dem aktuellen Stand halten können. Vor allem auf dem Land müssten aber etliche Häuser ihr Angebot neu ausrichten, damit sie finanziell überleben können – da ist sich die Ministerin sicher. Wenn eine Klinik sich für eine entsprechende Umstrukturierung entscheidet, muss sie dafür oft aber erst einmal Geld in die Hand nehmen. Doch wer sich verändern will, den werde der Freistaat nicht allein lassen, verspricht Huml:

    "Dass wir dann für diese Bereiche für einige Zeit das Defizit mittragen oder helfen würden zu tragen, so dass die Krankenhäuser sich da auf machen könnten, strukturell das eine oder andere zu verändern, um eben auch Standorte durchaus zukunftsfähig zu machen." Melanie Huml, bayerischer Gesundheitsministerin

    Bei den Oppositionsparteien gibt es allerdings Zweifel daran, ob die Krankenhausversorgung in Bayern auch künftig wirklich als flächendeckend bezeichnet werden kann. Die stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Ruth Waldmann von der SPD, kritisierte, die Staatsregierung habe keinen grundlegenden Plan für die Krankenhausversorgung.

    "Also eine richtige Krankenhausplanung, die wird in Bayern eigentlich kaum gemacht und ist auch jetzt nicht angekündigt worden. Somit wird gesagt, wir helfen halt mal schwächelnden Krankenhäusern hier und da ein bisschen, aber aber das ist noch keine wirklich zukunftsfeste Planung." Ruth Waldmann, SPD, stellvertretende Vorsitzende im Gesundheitsausschuss

    Lange To-do-Liste

    Gesundheitsministerin Huml verspricht, auch die kritischen Stimmen weiter anzuhören. Und sie zählt selbstbewusst auf, was die Staatsregierung in den Bereichen Gesundheit und Pflege in der nächsten Zeit umsetzen will: Mehr Anreize für Nachwuchsmediziner, eine Praxis auf dem Land zu eröffnen; bessere Bedingungen für Hebammen; eine noch intensivere Werbung für die Pflegeberufe, aber auch mehr Unterstützung für pflegende Angehörige. Deswegen ist in den Augen der CSU-Politikerin klar, dass sie in Sachen Gesundheitspolitik in Bayern für das vergangenen Jahr eine durchaus positive Bilanz zieht. Und Huml gibt sich zuversichtlich, dass sie eine solche Bilanz in zwölf Monaten auch über das Jahr 2019 ziehen kann.