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Menschen aus der LSBTIQ-Community in Mittelfranken können sich bei Sorgen und Problemen wohl bald in Nürnberg beraten lassen.

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    Staatsministerium fördert LSBTIQ-Beratungsstelle in Nürnberg

    In Nürnberg wird eine Beratungsstelle für queere Menschen in Mittelfranken eingerichtet – und zwar bei Fliederlich e.V., dem Queeren Zentrum Nürnberg. Zudem unterstützt das Staatsministerium noch Berater, die mit LSBTIQ-Personen arbeiten.

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    Von
    • Inga Pflug
    • Jonas Miller

    Menschen aus der LSBTIQ-Community in Mittelfranken können sich bei Sorgen und Problemen wohl bald in Nürnberg beraten lassen. Beispielsweise bei Fragestellungen rund ums Coming Out, zur Ehe und zur eingetragenen Partnerschaft oder bei Problemen und Diskriminierungen am Arbeitsplatz. Wie der Verein Fliederlich mitteilt, wird dort eine Beratungsstelle für queere Menschen in Mittelfranken einrichten.

    31.000 Euro für Beratungsstelle

    Demnach ist es gelungen, für Nürnberg und Mittelfranken Fördergelder des Bayrischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales zu erhalten, teilt der Verein mit. Für das Modellprojekt einer Beratungsstelle für queere Menschen stünden für ein Jahr rund 31.000 Euro zur Verfügung. "Damit können wir endlich eine Lücke im Beratungskonzept schließen und unser Angebot für LSBTIQ-Personen abrunden", so Vereinsgeschäftsführer Michael Glas in der Mitteilung.

    Fortbildungsangebote im Sozialbereich gefördert

    Gefördert wird zudem ein Fortbildungsangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bildungs- und Sozialbereich: Fachkräfte, die in ihrem Beruf mit lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender oder intersexuellen und queeren Menschen zu tun haben, sollen dabei geschult werden, so Fliederlich. Mit dem Fortbildungsprojekt, das bis 2023 mit circa 209.000 Euro gefördert werde, sei man nun in der Lage, auch präventiv zu arbeiten. An dem Projekt beteiligen sich den Angaben zufolge auch Beratungsstellen in München. Ergänzend werde ein Runder Tisch aufgebaut, um die Akteure im LSBTIQ-Bereich enger zu vernetzen.

    Für was steht eigentlich LSBTIQ?

    Das Akronym LSBTI steht für lesbisch, schwul, bi-, trans-, und intersexuell. Es soll die Gemeinsamkeiten von nicht-heterosexuellen und nicht-cisgeschlechtlichen Menschen widerzuspiegeln. Cisgeschlechtlich bezeichnet die Übereinstimmung von Geschlechtsidentität und dem Geschlecht, das einer Person bei der Geburt zugewiesen wurde. Häufig, wie auch in der Mitteilung von Fliederlich, wird das Akronym noch um den Buchstabe Q (LSBTIQ) ergänzt, um queeren Identitäten Raum und Sichtbarkeit zu geben.

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