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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Pfarrerin ein | BR24

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Die Haßfurter Pfarrerin Doris Otminghaus

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    Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Pfarrerin ein

    Die Staatsanwaltschaft Bamberg ermittelt nicht mehr gegen die evangelische Pfarrerin von Haßfurt. Gegen Doris Otminghaus liefen Ermittlungen wegen "Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt" im Rahmen des von der Kirchengemeinde gewährten Kirchenasyls.

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    Otminghaus war vorgeworfen worden, mehreren Personen Kirchenasyl gewährt zu haben, um deren Abschiebung zu verhindern und hierdurch Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt geleistet zu haben. Wörtlich heißt es von der Staatsanwaltschaft Bamberg:

    "Nach umfassender sachlicher und rechtlicher Prüfung des konkreten Einzelfalles, insbesondere der genauen Umstände des Handelns der Pfarrerin und ihrer Motivation, hat die Staatsanwaltschaft Bamberg, trotz der bestehenden Strafbarkeit des Verhaltens der Pfarrerin im Zusammenhang mit der Gewährung des sogenannten »Kirchenasyls«, gemäß § 153 Absatz 1 der Strafprozessordnung von der Strafverfolgung abgesehen. Die Einzelfallprüfung hat ergeben, dass die Schuld im vorliegen-den Fall als gering anzusehen ist und deswegen kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht." Staatsanwaltschaft Bamberg

    Viel Unterstützung aus Haßfurt

    Seitens der Bevölkerung und seitens der Kirchen hatte Otminghaus viel Rückhalt bekommen. So kamen zahlreiche Haßfurter am 19. März zu einer Solidaritätsaktion vor die evangelische Kirche. Darüber hinaus sprachen sich der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die evangelische Regionalbischöfin Dorothea Greiner, der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick für die Gewährung von Kirchenasyl aus und stellten sich damit hinter die Pfarrerin aus Haßfurt.