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Staatsanwaltschaft lehnt Strafbefehl ab | BR24

© picture-alliance/dpa

Symbolbild: Strafgesetzbuch und Strafprozessordnung

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    Staatsanwaltschaft lehnt Strafbefehl ab

    Im Fall der im Juli 2014 im Freibad in Himmelkron ertrunkenen Achtjährigen könnte es nun doch zum Prozess kommen. Denn die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat einen Strafbefehl abgelehnt. Sie hält an ihrer Anklage wegen fahrlässiger Tötung fest.

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    Das Amtsgericht Kulmbach, das über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden muss, hatte im Frühjahr vorgeschlagen, das Verfahren ohne Hauptverhandlung mit einem Strafbefehl gegen die beiden Beschuldigten – den Bademeister und die Betreuerin des TSV Himmelkron – zu beenden. Diesem Vorschlag will die Staatsanwaltschaft nicht folgen, sagte eine Sprecherin dem Bayerischen Rundfunk.

    Gericht will zeitnah entscheiden

    Nun liegt die Entscheidung wieder beim Amtsgericht Kulmbach: Die zuständige Richterin muss nun entscheiden, ob sie die Hauptverhandlung eröffnen wird oder, ob es gar nicht zu einem Verfahren kommen wird. Diese Entscheidung dürfte zeitnah fallen, sagte ein Gerichtssprecher dem Bayerischen Rundfunk.

    Mutter kämpft um Strafprozess

    Bereits seit drei Jahren kämpft die Mutter des ertrunkenen Mädchens um juristische Gerechtigkeit für ihre Tochter. Nachdem die Staatsanwaltschaft Bayreuth zunächst die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen den Bademeister und die Betreuerin der Kindersportgruppe eingestellt hatte, kam es schließlich im August 2016 doch zu einer Anklageerhebung.

    Die Achtjährige war im Juli 2014 mit ihrer Sportgruppe des TSV Himmelkron und einer Betreuerin ins Freibad gegangen. Sie war Nichtschwimmerin und gelangte unbemerkt ins tiefe Wasser. Zeugen berichteten, dass zu diesem Zeitpunkt weder die Betreuerin noch der Bademeister am Beckenrand standen. Das Mädchen wurde bewusstlos im Wasser treibend gefunden. Sie starb wenige Tage später im Krankenhaus.