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Bayern

Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen Tegernseer Arztwitwe | BR24

© Felix Hörhager/dpa-bildfunk

Tegernsee im Winter

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    Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen Tegernseer Arztwitwe

    Eineinhalb Jahre nach dem mysteriösen Tod eines Tegernseer Arztes hat die Staatsanwaltschaft München II Anklage gegen die Witwe wegen Mordes erhoben. Sie soll vor anderthalb Jahren ihren Mann mit einer Giftspritze getötet haben.

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    Einer 48-jährigen gelernten Krankenschwester wird vorgeworfen, ihren 60 Jahre alten Mann am 8. August 2018 mit einer Spritze getötet zu haben. Die Anklage sei an das Landgericht München II überstellt worden, das nun über die Zulassung zur Hauptverhandlung zu entscheiden habe, teilte die Staatsanwaltschaft München mit.

    Festnahme vor einem Jahr - Frau schweigt

    Vier Monate nach dem Tod ihres Mannes, im Februar 2019, wurde die Frau wegen Mordverdachts festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Frau hat bisher zu den Vorwürfen geschwiegen. Sie hatte damals selbst den Hausarzt geholt, der aber nur den Tod ihres Mannes feststellen konnte.

    Dem Opfer wurde eine giftige Substanz gespritzt

    Der Augenarzt war allerdings gesund gewesen, es gab keine lebensbedrohliche, langwierige Erkrankung. Die Obduktion sowie die chemisch-toxikologischen Untersuchungen ergaben, dass ihm ein - bisher nicht näher benanntes Mittel - injiziert worden war.

    Motiv: Habgier

    Sie soll es in der Ehe auf das Vermögen des Mannes abgesehen haben. Hier sieht die Staatsanwaltschaft ein mögliches Motiv: Sie geht von Habgier sowie Heimtücke und niedrigen Beweggründen als weitere Mordmerkmale aus.