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Gericht in Bayreuth

Der Haftbefehl gegen den tatverdächtigen 41-jährigen Mann im Fall Peggy sei zu Recht ergangen, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bayreuth. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft nun Beschwerde gegen die Freilassung des Mannes an Heiligabend eingelegt.

Weiterhin dringender Tatverdacht

Gegen den Mann bestehe nach wie vor ein dringender Tatverdacht, so die Staatsanwaltschaft Bayreuth. Bei der umfangreichen Vernehmung im September habe der Beschuldigte durchgehend die Möglichkeit gehabt, einen Anwalt hinzuziehen. Deshalb könnten auch die Aussagen aus der Vernehmung nach wie vor gegen ihn verwendet werden, heißt es weiter.

"Der Tatverdacht ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft aufgrund der vorliegenden Aussagen und Beweismittel weiterhin so zu bewerten wie bei Erlass des Haftbefehls am 10. Dezember." Aus der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bayreuth

Haftentlassung an Heiligabend

Nach einer Haftbeschwerde des Anwalts und einer Entscheidung des Amtsgerichts Bayreuth war der 41-Jährige an Heiligabend aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Beschuldigte hatte sein Teilgeständnis, die Leiche von Peggy in ein Waldstück an der bayerisch-thüringischen Grenze gebracht zu haben, widerrufen. Weil er bei der zehnstündigen Vernehmung keinen Rechtsbeistand hatte, habe dieses Geständnis nicht mehr gegen ihn verwendet werden können. Der dringende Tatverdacht sei nicht mehr nachweisbar gewesen, so die Meinung des zuständigen Amtsrichters im Dezember.

Amtsgericht prüft Argumente

Das Amtsgericht Bayreuth wird nun die Argumente der Staatsanwaltschaft prüfen. Sollte das Gericht anderer Meinung sein, wird es die Akten dem Landgericht Bayreuth vorlegen, das als Beschwerdegericht zuständig ist.