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Feiern mit alten Bekannten: SpVgg Bayreuth will in die 3. Liga | BR24

© Peter Glaser

Mit zwei prominenten Ex-Spielern, Armin Veh und Martin Driller, ist die SpVgg Bayreuth in die Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum gestartet.

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    Feiern mit alten Bekannten: SpVgg Bayreuth will in die 3. Liga

    Ein Jahr vor ihrem 100. Geburtstag hat die Spielvereinigung Bayreuth prominente Ex-Spieler eingeladen. Gemeinsam wurde über die Möglichkeiten diskutiert, den Bayreuther Fußball zurück in das Profi-Geschäft zu führen.

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    Die Verantwortlichen der SpVgg Bayreuth haben Sponsoren und Unterstützer zur Auftaktveranstaltung für das 100-jährige Vereinsjubiläum im nächsten Jahr eingeladen. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich mit Armin Veh und Martin Driller auch zwei prominente Ex-Altstädter, die bei einer Podiumsdiskussion über die Entwicklungen und Chancen des Bayreuther Fußballs sprachen. Zuvor gaben die Verantwortlichen der Spielvereinigung Bayreuth das Ziel des derzeitigen Regionalligisten aus: Sie wollen die Voraussetzungen für eine Rückkehr der SpVgg in den professionellen Fußball schaffen. Mittelfristig sollen die Spieler der "Altstadt" also wieder in der 3. Liga auf Torejagd gehen. Wörtlich sagte Geschäftsführer Wolfgang Gruber: "Wir wollen dorthin, wo wir schon mal waren, wir wollen zurück in den Profifußball."

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    Geschäftsführer der SpVgg Bayreuth: Wolfgang Gruber.

    Schulden beglichen und Rückhalt der Stadt

    Wolfgang Gruber, der Geschäftsführer der Spielvereinigung Bayreuth, sieht jetzt den richtigen Zeitpunkt dafür, neue Ziele zu formulieren. Nicht nur, weil der Verein auf bald 100 Jahre Geschichte zurückblickt, sondern auch, weil frühere Schulden des Vereins nun beglichen seien.

    "Wir sind jetzt nach einigen Jahren endlich in der Situation, dass die Vergangenheit erledigt ist und nicht mehr finanziert werden muss. Wir investieren in die Zukunft, nicht nur Geld, sondern auch Kraft und Emotionen. Für mich ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, an dem wir das glaubwürdig sagen können." Wolfgang Gruber, Geschäftsführer SpVgg Bayreuth
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    SpVgg-Trainer Timo Rost.

    Auch SpVgg-Trainer Timo Rost sieht die Zeit für einen Aufbruch der SpVgg Bayreuth in den Profifußball günstig - und nennt dafür drei Gründe.

    "Ich habe in Cottbus und Leipzig miterlebt, wie man erfolgreichen Fußball entwickelt. Dabei waren verschiedene Dinge entscheidend, um von etwas Kleinem zu etwas Großem zu kommen. In Cottbus hatten wir immer die Stadt mit im Boot, das war eine ganz wichtige Säule. Zweitens ist es wichtig, zuverlässige Sponsoren zu gewinnen, die am Anfang der Reise gewillt sind, den Weg mitzugehen. Drittens musst du eine Mannschaft zusammenstellen, bei der nicht mal der Trainer den Erfolg verhindern kann. Auch die Fans spielen eine wichtige Rolle. Diese Säulen sind in Bayreuth gegeben." Timo Rost, Trainer SpVgg Bayreuth
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    Ging für die SpVgg Bayreuth 2005 auf Torejagd: Martin Driller.

    Driller und Veh: Ex-Profis trauen der SpVgg den Aufstieg zu

    Martin Driller, der 2005 für die "Altstadt" auflief und in 18 Spielen gleich elfmal traf, bevor er weiter nach Nürnberg, St. Pauli und Dortmund zog, spricht von einer tollen Basis, die der Verein für weitere Aufstiege habe.

    "Ich habe eigentlich immer bei Traditionsvereinen gespielt, bei denen viel Leidenschaft war, wie zum Beispiel auf St. Pauli. Das hat sich hier in Bayreuth ein bisschen wiedergefunden. Die ersten drei Nächte in Bayreuth habe ich im Altstadt-Kult-Museum geschlafen. Ich glaube, mein Nutella-Glas liegt immer noch dort. Ich glaube, dass die Stadt viel Potential hat. Man hat die Basis mit einer tollen Mannschaft und tollen Fans." Martin Driller, ehemaliger Spieler der SpVgg Bayreuth
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    Lief zwischen 1987 und 1990 für die SpVgg Bayreuth auf: Armin Veh.

    Armin Veh, der zwischen 1987 und 1990 für die Spielvereinigung Bayreuth auflief, und der 2007 mit dem VfB Stuttgart als Trainer Deutscher Meister wurde, sieht viel Leidenschaft bei der "Altstadt". Den Verantwortlichen der SpVgg nehme er ab, dass man von dieser nicht nur rede, sondern sie tatsächlich spüre.

    "Wir haben zwar in der Zweiten Liga gespielt, aber alles war schon etwas amateurbehaftet. Ich war jetzt seit 20 Jahren nicht mehr hier. Aber ich habe im Geschäft ein Gefühl dafür entwickelt, ob jemand etwas einfach nur sagt, oder ob er mit Leidenschaft dabei ist. Bei einem Klub wie der Spielvereinigung braucht man diese Leidenschaft, um Menschen zu überzeugen. Ich bin überzeugt, dass die Spielvereinigung in guten Händen ist. Ihr könnt wirklich etwas erreichen, wenn ihr das umsetzt, was ihr gesagt habt." Armin Veh, ehemaliger Spieler der SpVgg Bayreuth