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Sprung vom Watzmann: Basejumper muss Bußgeld zahlen | BR24

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Ein Basejumper aus dem Chiemgau muss nach einem Sprung vom Watzmann ein Bußgeld bezahlen.

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Sprung vom Watzmann: Basejumper muss Bußgeld zahlen

Ein 31 Jahre alter Student aus dem Chiemgau ist einem sogenannten Wingsuit vom Watzmann aus in die Tiefe gesprungen. Weil das im Nationalpark Berchtesgaden verboten ist, muss der Basejumper jetzt ein Bußgeld bezahlen.

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Wegen eines Sprunges vom Watzmann hinab zum Königssee muss ein 31 Jahre Basejumper aus dem Chiemgau Bußgeld bezahlen. Das Landratsamt Berchtesgadener Land äußert sich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zur Höhe des Bußgeldes. Möglich wäre ein Betrag bis zu 2.500 Euro.

Im Wingsuit zum Königssee geschwebt

Der 31-jährige Student war in einem Wingsuit, einem speziellen Flügelanzug mit Stoff zwischen Armen und Beinen, von der Watzmann-Mittelspitze in die Tiefe gesprungen und dann bis zum Königssee nahe Sankt Bartholomä geschwebt. Von dort aus war der Basejumper wie ein normaler Tourist mit dem Schiff über den See zurück nach Schönau gefahren.

Video im Netz

Der Basejumper hatten die spektakuläre Aktion mit einer am Körper befestigten Kamera gefilmt und das Video ins Netz gestellt. Da der Flug über das Gebiet des Nationalparks Berchtesgaden ging, hatten Mitarbeiter des Nationalparks den Vorfall dem Landratsamt Berchtesgadener Land mitgeteilt, das jetzt das Bußgeld verhängte.

Landratsamt: Basejumper gelten als Luftfahrzeug

In der Nationalparkverordnung ist es unter anderem verboten, im Nationalpark "mit Luftfahrzeugen zu starten oder zu landen". Basejumper gelten genauso als Luftfahrzeuge wie etwa Drachenflieger oder Paraglider.

Basejumper erfüllte Auflage nicht

Das Landratsamt hatte dem Mann im Rahmen seiner Ermittlungen auferlegt, das Video aus dem Netz zu nehmen, um keine Nachahmer zu animieren. Das Video findet sich noch immer auf der Internetseite des Studenten, deshalb dürfte das Bußgeld im höheren Bereich liegen. Das Landratsamt hat dafür einen Rahmen von 50 bis 2.500 Euro.

Bußgeld akzeptiert

Auf seiner Homepage schreibt der Student, er werde das Bußgeld akzeptieren. Laut seiner Homepage sieht er die Natur im Nationalpark durch den Massentourismus deutlich mehr gefährdet als durch seinen Sprung. Der 31-Jährige sammelt jetzt Spenden, um damit ein Moorprojekt des Bund Naturschutz in Bayern zu unterstützen.

Riskantes Hobby

Basejumper springen entweder mit speziellen Fallschirmen oder in Wingsuits von Türmen, Hochhäusern, Brücken oder eben auch von Felsen in die Tiefe. In vielen Ländern sind solche Aktionen verboten. Immer wieder kommt es dabei zu Todesfällen.

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