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Sportladen in Sonthofen hofft auf Einnahmen mit Click & Collect | BR24

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Der Besitzer des Sportgeschäfts "Riders Heaven" in Sonthofen hat schon zu Beginn des Lockdowns stark für Click und Collect plädiert. Heute startet er nun mit einem Drive-In-Konzept.

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Sportladen in Sonthofen hofft auf Einnahmen mit Click & Collect

Nach schwierigen Wochen im Lockdown gibt es für den Einzelhandel wieder einen kleinen Lichtblick: Die Geschäfte bleiben zwar geschlossen, aber Click & Collect ist nun erlaubt. Wie ein Sportladen in Sonthofen das Abholen noch sicherer machen will.

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Von
  • Katharina Reichart
  • Johanna Kempter

Ware im Internet oder per Telefon bestellen und dann vor Ort abholen: Click & Collect ist jetzt in Bayern wieder möglich. Die Geschäfte müssen dabei strikte Schutz- und Hygieneregeln erfüllen. Zum Beispiel sind FFP2-Masken für Mitarbeiter und Kunden vorgeschrieben. Auch Tobias Hammer setzt auf Click & Collect. Der Inhaber des Sportladens "Rider's Heaven" geht aber noch einen Schritt weiter: Er hat einen Drive-In eingerichtet.

Drive-In: Kein Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde

Die Kunden müssen also gar nicht mehr ins Geschäft, sondern können mit dem Auto zum Abholen vorfahren. Die Ware steht entweder schon bereit oder kann sogar noch ausgesucht werden. Ein Verkäufer zeigt dem Kunden dann die gewünschte Jacken, Hosen oder Schuhe durch das Schaufenster. Was gefällt, wird vor den Laden auf einen Kleiderständer gehängt. Dort kann der Kunde die Ware dann wegnehmen. Bezahlt wird via Online-Bezahldienst übers Handy oder per EC-Karte. Das Kartenlesegerät hat Tobias Hammer vor dem Laden platziert. Dank dieser Abläufe gibt es keinerlei Kontakt, sagt er. "Wenn wir rausmüssen aus dem Laden, sitzt der Kunde in seinem Auto."

Zeitweises Verbot Click & Collect unverständlich

Hammer ist von diesem Konzept völlig überzeugt. "Mehr Corona-Schutz geht echt nicht", findet er. Deshalb war es für ihn auch nicht nachvollziehbar, dass Click & Collect in den vergangenen Wochen nicht erlaubt war. Mitten im Weihnachtsgeschäft musste Tobias Hammer wie alle anderen Einzelhändler, die nicht den täglichen Bedarf abdecken, seinen Sportladen schließen. Seinem Ärger machte er in einem Video Luft, das er ins Internet stellte und das inzwischen mehr als 60.000 Mal angesehen wurde.

Hoffnung auf mehr Umsatz – und auf Lockdown-Ende

Während des Lockdowns hat Hammer viele Register gezogen, um wenigstens ein bisschen was zu verkaufen. Der Onlineshop wurde intensiv beworben, Ware im Umkreis selbst ausgeliefert und über die Sozialen Medien gab es Spezialangebote für die Kunden. Jetzt hofft das Team von "Rider's Heaven", dass mit Click & Collect wieder mehr Umsatz generiert werden kann. Aufgeben und den Laden schließen ist keine Option für Tobias Hammer: "Wir hoffen, dass es im Februar wieder normal losgeht, wie es in Lebensmittelgeschäften schon der Fall ist. Dafür werde ich weiterkämpfen."

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