Zwei Kinder spielen mit einem Haba-Spiel
Bildrechte: picture-alliance/ dpa | Frank Leonhardt

Zwei Kinder spielen mit einem Haba-Spiel

Per Mail sharen
Artikel mit Audio-InhaltenAudiobeitrag

Spielzeughersteller Haba kündigt "massiven Personalabbau" an

Der Spielwarenhersteller Haba in Bad Rodach streicht Jobs. Wie viele Stellen genau wegfallen, teilt das Traditionsunternehmen nicht mit. Es spricht aber von einem "massiven Personalabbau". Für die Region ist das ein "schwerer Schlag", so der Landrat.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Er ist mit 1.800 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der Region - doch jetzt stehen die Zeichen auf Stellenstreichungen. Der Spielwarenhersteller Haba in Bad Rodach im Landkreis Coburg "sieht sich gezwungen, einen massiven Personalabbau vorzunehmen". Das teilte das Traditionsunternehmen am Mittwoch mit.

Unklar, wie viele Arbeitsplätze wegfallen

Der Grund für die Stellenstreichungen seien Umsatzeinbrüche, heißt es in der Mitteilung. Wieviele Beschäftigte vom Arbeitsplatzabbau betroffenen sein werden, dazu nennt das Unternehmen keine Zahl. Es fänden aber derzeit Gespräche mit dem Betriebsrat statt, "um die nächsten Schritte zu konkretisieren." Gemeint ist vermutlich ein sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau. Für eine Stellungnahme war der Betriebsrat nicht zu erreichen.

IG Metall sieht "strategisch falsche Entscheidungen"

Die Gewerkschaft IG Metall in Coburg bestätigte den Grund für den Arbeitsplatzabbau. Wegen Umsatzeinbußen müsse das Unternehmen Jobs streichen, sagte Nicole Ehrsam von der IG Metall. Die Gründe für die Umsatzrückgänge sind aus Sicht der IG Metall "strategisch falsche Entscheidungen" des ehemaligen Geschäftsführers, der das Unternehmen im Frühjahr verlassen habe.

Landrat: "Schwerer Schlag" für die Region

Der Landrat des Landkreises Coburg, Sebastian Straubel (CSU), zeigte sich bestürzt. "Der im Raum stehende Stellenabbau ist ein schwerer Schlag für unseren gesamten Wirtschaftsstandort", so Straubel in einer Pressemitteilung. Seine Gedanken seien bei den betroffenen Mitarbeitern und deren Familien, so der Landrat weiter. Haba sei ein sehr wichtiger Arbeitgeber der Region, "mit dem wir von Seiten des Landkreises auch in Zukunft stets eng zusammenarbeiten werden."

Politik will bei der Restrukturierung Unterstützung anbieten

Landkreis-Wirtschaftsförderer Martin Schmitz will Unterstützung anbieten: Man werde Haba in der schwierigen Phase der Restrukturierung weiter als Partner zur Seite stehen und alle Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung ausschöpfen. "Das tun wir auch im Wissen, dass viele weitere Unternehmen im Landkreis am größten Arbeitgeber der Region hängen." Ähnlich sieht das Haba. Der Personalabbau sei notwendig, "um das Familienunternehmen zu stabilisieren und langfristig Arbeitsplätze zu erhalten."

Der Spielzeugwarenhersteller Haba produziert seit mehr als 80 Jahren unter anderem Holzspielzeuge, Kartenspiele und Puzzles.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!