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Spielbank Bad Füssing: Ein Beinahe-Millionär in 20 Jahren | BR24

© BR/Uli Scherr

In der staatlichen Spielbank von Bad Füssing versuchen jedes Jahr 90.000 Besucher ihr Glück - und das seit 20 Jahren. Immerhin einer von ihnen ist als Beinahe-Millionär nach Hause gegangen.

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Spielbank Bad Füssing: Ein Beinahe-Millionär in 20 Jahren

In der staatlichen Spielbank von Bad Füssing versuchen jedes Jahr 90.000 Besucher ihr Glück - und das seit 20 Jahren. Immerhin einer von ihnen ist als Beinahe-Millionär nach Hause gegangen.

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Jubiläum in Bad Füssing: Vor 20 Jahren ist in dem niederbayerischen Kurort die staatliche Spielbank eröffnet worden. Rund 90.000 Besucher kommen pro Jahr und setzen sich hier an die Roulette-, Black-Jack- und Pokertische oder vor die Automaten. Sie sorgen für einen jährlichen Bruttospielertrag von gut sechs Millionen Euro: das sind die eingenommen Spieleinsätze abzüglich der ausgezahlten Gewinne.

Österreicher holte Bayern-Jackpot

Der höchste, jemals in Bad Füssing von einem Spieler erzielte Gewinn in den vergangenen 20 Jahren waren 980.000 Euro: Ein Besucher aus Österreich konnte 2007 am Glücksspielautomaten den sogenannten Bayern-Jackpot knacken und ging als Beinahe-Millionär nach Hause.

Die Gemeinde profitiert

Aber auch für Bad Füssings Bürgermeister Alois Brundobler (CSU) war die Eröffnung der Spielbank vor zwei Jahrzehnten so etwas wie ein Hauptgewinn: "Wir waren alle voller Erwartung und haben das auch als angenehm empfunden, dass es eine Spielbankabgabe für die Kommune gibt, die uns in der Zwischenzeit viel Freude bereitet hat, weil sie uns ermöglicht, zu investieren." Rund eine Million Euro fließen nämlich über diese Spielbankabgabe pro Jahr in die Gemeindekasse.

Vier neue Spielbanken

Eine Änderung des bayerischen Spielbankengesetzes Mitte der 90er-Jahre hatte die Neugründung von vier zusätzlichen Staatlichen Spielbanken in Bayern möglich gemacht: Neben Bad Füssing waren das die Casinos in Feuchtwangen, Bad Steben und Bad Kötzting. Nicht überall lief es so gut wie in Niederbayern. Vor allem die neuen Spielbanken im oberfränkischen Bad Steben und in Bad Kötzting in der Oberpfalz schrieben über Jahre rote Zahlen.

Kur- und Feriengäste sind wichtige Kunden

Dass die Bad Füssinger Spielbank in der Vergangenheit besser abschnitt, liegt auch an den mehr als 300.000 Kur- und Feriengästen, die jedes Jahr in den Ort kommen, und die für Spielbankdirektor Ralf Samland ein wichtiger Kundenstamm sind: "Das macht 50 Prozent aus. Und 50 Prozent sind Einheimische aus ganz Niederbayern und aus dem nahen Österreich."

Rauchverbot sorgte 2007 für Einbruch

Schwierige Phasen hatte allerdings auch die Spielbank in Bad Füssing zu überstehen: Als 2007 in Bayern das strenge Rauchverbot in Kraft trat, wanderte ein Großteil der Kundschaft in Casinos im benachbarten Tschechien ab, wo das Rauchen (bis vor Kurzem) noch erlaubt war. Und aktuell sind die vielen neuen Online-, Wett- und Glücksspiel-Portale im Internet die größte Herausforderung für die Spielbank in Bad Füssing.