BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Spektakulär aber gefährlich: Polizei warnt vor Brückenspringen | BR24

© BR/Anne-Lena Schug

Die Fußgängerbrücke am Grieser Spitz in Regensburg

Per Mail sharen

    Spektakulär aber gefährlich: Polizei warnt vor Brückenspringen

    Von Brücken in Flüsse zu springen ist besonders in Regensburg beliebt. Doch es ist nicht nur ein spektakulärer Kick sondern auch gefährlich und an einigen Brücken sogar strafbar.

    Per Mail sharen

    Läuft man über den Grieser Steg – eine Fußgängerbrücke mitten in Regensburg – sieht man darauf viele Menschen in Badehose oder Bikini, die auf das Geländer klettern, um in einen Nebenarm der Donau zu springen.

    Glücklicherweise gab es hier in diesem Jahr noch keine ernsthaften Verletzungen. Trotzdem sieht die Polizei das Brückenspringen kritisch, erklärt Florian Beck vom Polizeipräsidium Oberpfalz: "Es kann massiv gefährlich sein, weil ich nicht sehen kann, was unter der Wasseroberfläche ist. Ich kann in der Regel nicht erkennen, wie tief das Wasser ist und was unter der Wasseroberfläche ist. Wenn ich heute reinspringe und morgen wiederkomme, kann es sein, dass beispielsweise darin ein Fahrrad oder ein Einkaufswagen gelandet ist und da hüpf ich dann drauf und kann mich schwer verletzen. Deswegen sagt die Polizei ganz klar: "Bitte nicht von Brücken springen".

    Sprung kann zu Kreislaufproblemen führen

    Im Nebenarm der Donau schwimmen auch viele Badegäste unter dem Grieser Steg durch. Hier besteht die Gefahr, dass Brückenspringer sie übersehen, bei einem Sprung treffen und verletzen. Außerdem könnte es bei den Springern zu Kreislaufproblemen kommen, wenn sie aufgeheizt auf das kalte Wasser treffen. In anderen Städten wie Passau oder Straubing gibt es laut Polizei nur vereinzelte Fälle von Brückenspringern – meist alkoholbedingt – als Kick oder Mutprobe.

    Sprünge im Bereich von Schiffen sind strafbar

    Strafbar sind Sprünge vom Grieser Steg in den Nebenarm der Donau nicht. Anders sieht es bei der Hängebrücke in Passau aus. Denn hier fahren Schiffe unten durch und in so einem Fall ist das Brückenspringen verboten, erklärt Florian Beck vom Polizeipräsidium Oberpfalz: "Wenn ich beispielsweise den Schiffsverkehr in Gefahr bringe, kann ein Straftatbestand erfüllt sein. Heißt: Freiheitsstrafe oder Geldstrafe."

    Unabhängig von den Strafen solle sich aber jeder über die Gefahren bewusst ein. Sicherer sei ein Sprung vom Turm im Freibad, so der Polizeisprecher.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!